Spielberichte

Christoph Weidenholzer über das Derby: „Fünfmal Aluminium“ – SPG Taufkirchen/Michaelnbach verliert 2:3 gegen Hofkirchen

Taufkirchen/Michaelnbach
Union Hofkirchen/Trattnach

Derbytag in Taufkirchen: Zwischen Taufkirchen/Michaelnbach und Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach in der 2. Klasse Mitte-West herrschte reger Andrang, die Kulisse war groß. Im Mittelpunkt stand die Sicht von Trainer Christoph Weidenholzer, der den Spielverlauf – besonders nach der Pause – als einseitig empfand: viel Ballbesitz, hoher Druck, aber zu wenig Ertrag. Er haderte mit Aluminium-Pech, sprach von zahlreichen Eckbällen ohne Ausbeute und sah klare Ansatzpunkte für die nächsten Wochen.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hofkirchen lässt den Ball – Taufkirchen trifft das Aluminium

„Es war von Anfang an klar, dass Hofkirchen uns das Spiel überlässt – so sind wir auch in die Partie gegangen“, sagte Weidenholzer rückblickend. Taufkirchen hatte spürbar mehr Ballkontakte, jedoch fehlten vor der Pause die klaren Chancen. Hofkirchen präsentierte sich hingegen eiskalt: In Minute 25 brachte Moritz Peham die Gäste mit 0:1 in Führung, Michael Wagenleitner erhöhte in der 38. Minute auf 0:2. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Trotz optischer Überlegenheit der Heimelf blieb der letzte Punch im ersten Abschnitt aus – der Spannungsbogen für eine druckvolle zweite Halbzeit war gespannt.

Druckwelle nach Wiederanpfiff – Tore und Pech im Minutentakt

„In der zweiten Halbzeit ging es nur mehr auf ein Tor. Wir hatten fünf Stangen- und Lattenschüsse. Das spricht eh für alles“, fasste Weidenholzer zusammen. Der Anschlusstreffer fiel früh: Benjamin Wagner verkürzte in der 50. Minute auf 1:2. Der nächste Rückschlag folgte prompt, als Michael Streif in der 56. Minute das 1:3 markierte – eine kalte Dusche in Taufkirchens stärkster Phase. Doch die Hausherren blieben am Drücker, erspielten sich Chancen und Standards, scheiterten aber wiederholt am Aluminium. Nermin Dzinic stellte in der 76. Minute mit dem 2:3 den Anschluss her und heizte die Schlussphase an.

Die 97. Minute als Symbol – Haltung, Atmosphäre und Ausblick

Die Schlussphase wurde zum emotionalen Brennpunkt. Weidenholzer schilderte die Szene, die sinnbildlich für den Abend stand: „In der 97. Minute lief Nermin Dzinic alleine aufs Tor, hob den Ball ganz stark über den Keeper – und traf leider nur die Querlatte. Das wäre das 3:3 gewesen.“ Die große Zuschauerkulisse gab dem Derby einen würdigen Rahmen. Einen „Man of the Match“ wollte Weidenholzer nicht küren – für ihn standen Kollektiv und Auftritt im Vordergrund. Der Blick geht nach vorn: „Wir müssen defensiv wieder besser stehen, damit wir nicht so viele blöde Tore kriegen.“ Unterm Strich blieb viel Initiative, große Leidenschaft, eine Prise Pech – und die feste Überzeugung, dass mit mehr defensiver Balance die Punkte wieder in Taufkirchen bleiben.

2. Klasse Mitte-West: Taufkirchen/Michaelnbach : Union Hofkirchen - 2:3 (0:2)

  • 76
    Nermin Dzinic 2:3
  • 56
    Michael Streif 1:3
  • 50
    Benjamin Wagner 1:2
  • 38
    Michael Wagenleitner 0:2
  • 25
    Moritz Peham 0:1