Im Duell der 2. Klasse Mitte-West zwischen Union GT Weibern und SPG Lambach/Edt schildert Co-Trainer Zsolt Trucz eine Partie mit viel eigener Kontrolle, zahlreichen vergebenen Chancen und brandgefährlichen Kontern des Gegners. Nach einem klärenden Pausengespräch mit Kollege Sandor Maroti, einem frühen Doppelwechsel nach Wiederbeginn und dem klaren Fokus auf mehr Effizienz im letzten Drittel bog Lambach/Edt die Partie spät auf die Siegerstraße. Die Freude über drei Punkte mischt sich bei Trucz mit Selbstkritik.

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Schon in der Anfangsphase dominierte Lambach/Edt, allerdings ohne zählbaren Ertrag. „Wir hatten in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten sehr viele Chancen, trafen aber nicht; der Gegner hat die Konter sehr gut ausgespielt“, so Trucz. Weibern setzte Nadelstiche im Umschaltspiel: Maximilian Bell traf in der 17. Minute zum 0:1, ehe Niel Anzengruber nach 21 Minuten zum 1:1 ausglich. Noch vor der Pause legte Weibern erneut vor – wieder Bell, der in der 34. Minute auf 1:2 stellte. Den Knackpunkt verortete Trucz im Konterspiel der Hausherren, einer der Gegentreffer sei „nach einem Konter und dem daraus folgenden Strafstoß“ gefallen. Zur Pause stand es 1:2 – ein Zwischenstand, der den aus seiner Sicht deutlichen Chancenüberhang der Gäste nicht widerspiegelte.
In der Kabine wurden die Stellschrauben nachjustiert. „Wir haben in der Halbzeit alles mit der Mannschaft besprochen, wie es sich gehört“, berichtet Trucz. „Nach zehn Minuten der zweiten Hälfte haben wir einen Doppelwechsel vorgenommen – offensiv wie defensiv waren wir danach deutlich stabiler.“ Die Reaktion folgte auf dem Platz: Domagoj Ivic traf in Minute 60 zum 2:2 und verschob das Momentum. Trotz besserer Balance blieb Weibern über schnelle Gegenstöße gefährlich, während Lambach/Edt mehr Ballkontrolle hatte und die Zügel im Zentrum enger zog. „Die zweite Halbzeit war deutlich besser“, fasst der Co-Trainer zusammen.
Die Entscheidung fiel spät: Leonard Sulejmani sorgte in der 85. Minute mit dem 3:2 für den umjubelten Schlusspunkt – das passende Ende einer zähen Jagd nach Effizienz. Trucz’ Fazit vereint Erleichterung und Anspruch: „Wir sind zufrieden mit den drei Punkten. Mit so vielen Möglichkeiten musst du normalerweise vier oder fünf Partien gewinnen können.“ Sein Blick auf das Chancenverhältnis ist klar: „Über die gesamte Partie hatten wir mindestens sechs hundertprozentige Chancen, darunter drei oder vier aus einem Meter vor dem Tor.“
An der grundsätzlichen Ordnung will er festhalten: „Taktisch hat vieles funktioniert, aber du brauchst die Spieler, die das auf dem Platz übersetzen.“ Physisch sah er sein Team auf Augenhöhe: „Die Zweikämpfe waren gut, entschieden hat am Ende, ob wir unsere vielen Chancen verwerten.“ Für die kommenden Wochen ist der Kurs gesetzt: „In einer Meisterschaft darfst du nicht so viele Gelegenheiten liegen lassen. Wenn wir die Konzentration im Offensivbereich schärfen, können wir auch einmal 5:0 oder 6:0 gewinnen.“