Beim 2. Klasse Mitte-West-Klub SK Stratex Gallspach ist die Saison längst aufgearbeitet, der Blick geht bereits klar nach vorne. Trainer Mario Sipura zieht nach dem Saisonfinish mit zwei Siegen und zwei Niederlagen eine ordentliche Bilanz, spricht aber auch offen an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. Vor allem bei der Trainingsbeteiligung sieht er einen wichtigen Punkt, ehe Gallspach den Wiederaufstieg anpeilt.

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Viel Zeit zum Herantasten blieb dem Trainerteam im Frühjahr nicht, deshalb fällt die Rückschau bei Mario Sipura auch bewusst sachlich aus. „Im Saisonfinish, als wir die Mannschaft übernommen haben, haben wir in den letzten vier Spielen zwei Siege und zwei Niederlagen gehabt. Wir sind eigentlich zufrieden mit dem Ganzen“, sagt der Trainer. Diese letzten Wochen waren für ihn aber nicht nur ein Abschluss der laufenden Spielzeit, sondern bereits ein Übergang in die neue. Sipura macht deutlich, dass in dieser Phase schon an der kommenden Saison gearbeitet wurde. „Zusätzlich haben wir die Mannschaft mehr oder weniger schon auf die neue Saison vorbereitet“, erklärt er. Ganz ohne Kritikpunkt kommt seine Bilanz dennoch nicht aus. Vor allem im Trainingsbetrieb hätte er sich mehr Konstanz gewünscht. „Es hätte besser funktioniert, wenn wir die Trainingsbeteiligung aufrechterhalten hätten können“, sagt Sipura und spricht damit genau jenen Bereich an, der für die nächsten Monate mitentscheidend sein wird.
Wenn Sipura auf die vergangenen Monate schaut, hebt er nicht nur die mannschaftliche Entwicklung hervor, sondern nennt auch mehrere Spieler, die aus seiner Sicht ein gutes Frühjahr gezeigt haben. Besonders deutlich wird er bei Kürsat Celep. „Der Aufwärtstrend von Kürsat Celep ist besonders hervorzuheben“, sagt der Trainer über den offensiven Mittelfeldspieler. Dazu kommt für ihn Paul Straßl, der im defensiven Mittelfeld überzeugt hat. Auch Arif Berisha erwähnt Sipura ausdrücklich, weil er „in der Verteidigung sehr gut gewesen“ sei. Und mit Elnur Mamusha nennt er einen weiteren Spieler, der für den Schlussspurt und darüber hinaus interessant ist. „Er hat im Frühjahr eine starke Tendenz gezeigt“, so Sipura. Aus diesen Aussagen lässt sich gut ablesen, auf wen der Trainer in seiner ersten Bestandsaufnahme besonders baut. Es geht dabei nicht um große Überschriften, sondern um Spieler, die sich laut Trainer im Frühjahr sichtbar nach vorne gearbeitet haben.
Auch personell ist in Gallspach noch nicht alles abgeschlossen. Einen Abgang kann Sipura bereits nennen: Elvis Selishta aus dem zentralen Mittelfeld wird den Verein verlassen. Bei weiteren Veränderungen wollte sich der Trainer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen, weil noch nicht alle Entscheidungen endgültig gefallen sind. Auf der Zugangsseite soll sich hingegen bald etwas tun. „Aktuell haben wir noch Verhandlungen mit Spielern, die sich im Endstadium befinden. Es sollte aber diese Woche final sein, dass wir drei, vier Zugänge haben“, sagt Sipura. Dazu kommt, dass auch im Betreuerbereich noch Bewegung drin ist. „Es gibt einen neuen Trainerstab. Der wird Ende dieser Woche bekannt gegeben“, erklärt er. Fix ist außerdem der Fahrplan für die ersten Einheiten. Der Trainingsstart ist für den 10. Juli vorgesehen. Das passt ins Bild einer Mannschaft, die in mehreren Bereichen gerade die Weichen neu stellt.
Bei aller laufenden Kaderarbeit ist die Zielsetzung bei SK Stratex Gallspach bereits klar formuliert. Sipura will keine Nebenschauplätze aufmachen, sondern spricht lieber direkt über das, was jetzt ansteht. Positiv aus seiner Sicht ist dabei zunächst die personelle Ausgangslage. „Aktuell haben wir keine Verletzten“, sagt der Trainer. Gerade für den Start in die Vorbereitung ist das ein Punkt, der dem Verein helfen kann. Noch wichtiger ist aber die Marschrichtung für die neue Saison. „Wir freuen uns schon auf die neue Saison, wo wir den Wiederaufstieg in Angriff nehmen“, sagt Sipura. Damit ist die Tonlage rund um den Verein gesetzt. Gallspach will die vergangenen Monate ordentlich einordnen, an den angesprochenen Themen arbeiten und dann mit einem klaren Ziel in die neue Spielzeit gehen. Die letzten vier Partien waren für Sipura nur der Anfang, jetzt soll daraus in der Vorbereitung ein belastbares Fundament werden.