Spielberichte

90 Minuten auf ein Tor, aber kein Treffer!

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Bad Wimsbach Juniors
SV Kematen/Innbach

In der 2. Klasse Mitte-West haben sich die SK Wimsbach Juniors trotz klarer Feldüberlegenheit mit einem 0:0-Unentschieden gegen den SV Erler Naturholzbau Kematen/Innbach begnügen müssen. Für Sportchef Helmut Pöll war es ein Spiel auf ein Tor, in dem seiner Mannschaft zwar Einsatz und Wille nicht abgingen, im letzten Pass und im Abschluss aber zu wenig gelang, um den Defensivblock der Gäste zu knacken.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash


Einbahnstraße bis zur Pause und darüber hinaus

Am Spielverlauf ließ Pöll keinen Zweifel. „Die Juniors waren komplett überlegen und haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt“, sagte der sportliche Leiter nach dem torlosen Abend. Der Pausenstand von 0:0 war aus seiner Sicht deshalb schon ein erstes Zeichen dafür, dass die Wimsbacher ihren Aufwand nicht in Zählbares ummünzen konnten. Am Kräfteverhältnis auf dem Platz habe sich aber wenig geändert. Kematen zog sich weit zurück, verteidigte konsequent und setzte ganz auf die Defensive. „Kematen hat mit Mann und Maus verteidigt, und wenn Chancen da waren, hat der Tormann überragend gehalten“, so Pöll. Das Bild blieb laut seiner Schilderung über die gesamten 90 Minuten ähnlich: Wimsbach hatte mehr vom Spiel, Kematen hielt dagegen und verteidigte, was zu verteidigen war.

Zu oft durch die Mitte, zu selten sauber bis zum Abschluss

Gerade deshalb wollte Pöll die Partie nicht an einer einzelnen Aktion festmachen. „Es gab keine bestimmte Szene, die das Spiel entschieden hat“, erklärte er. Für ihn war es vielmehr die Summe vieler Angriffe, die nicht sauber genug zu Ende gespielt wurden. Den eigenen Spielern stellte er in Sachen Einsatz ein gutes Zeugnis aus. „Der Einsatz und der Wille, das Spiel zu gewinnen, haben gut funktioniert. Es wurde alles versucht, das Spiel zu gewinnen“, betonte Pöll. Was fehlte, war am Ende die Genauigkeit im entscheidenden Moment. „Die Torschussauswertung und der letzte Pass zum Abschluss haben oft gefehlt“, brachte er den Hauptgrund für das 0:0 auf den Punkt. So blieb eine Partie, in der Wimsbach zwar fast durchgehend das Heft in der Hand hatte, sich dafür aber nicht belohnen konnte.

Breiter spielen, schneller lösen

Auch bei der Frage, wo seine Mannschaft mehr hätte herausholen können, wurde Pöll konkret. „Es wäre möglich gewesen, mehr über die Seite zu spielen“, sagte er, weil Kematen aus seiner Sicht gerade das Zentrum sehr gut zugemacht hatte. Viele Situationen seien durch die Mitte gelöst worden, dort aber standen die Gäste kompakt und ließen wenig zu. Für Wimsbach wäre es daher wichtig gewesen, das Spiel breiter anzulegen und den Gegner öfter aus dieser Ordnung zu ziehen. Dazu kam für Pöll noch ein zweiter Punkt. „Teilweise hätten wir die Spielsituationen schneller lösen müssen“, meinte er. Genau diese beiden Dinge, mehr Druck über außen und mehr Tempo in der Entscheidungsfindung, hätten dem torlosen Auftritt aus seiner Sicht noch gefehlt, um die Überlegenheit auch im Ergebnis sichtbar zu machen.

Punkt, mit dem nur eine Seite gut leben kann

Dass die Bewertung dieses 0:0 auf beiden Seiten unterschiedlich ausfällt, machte Pöll ebenfalls klar. „Der SV Kematen war sehr destruktiv, nur am Verteidigen und mit dem Unentschieden zufrieden“, sagte er. Aus Wimsbacher Sicht ist das Remis deshalb kein Ergebnis, das wirklich weiterhilft, weil nach dieser Spielanlage mehr möglich gewesen wäre. Nach sieben Runden stehen die Juniors nun bei 13 Punkten und bleiben damit zwar im oberen Bereich der Tabelle, das Gefühl einer verpassten Gelegenheit bleibt aber bestehen. Für die nächsten Partien ist die Marschroute nach dem Freitagabend jedenfalls deutlich: Der Aufwand war da, die Spielkontrolle auch, nur beim letzten Pass, bei der Verlagerung auf die Seite und im Abschluss muss Bad Wimsbach konsequenter werden, wenn aus Überlegenheit wieder ein Sieg werden soll.