In der 2. Klasse Mitte musste sich Union Babenberg Linz Süd daheim mit 1:3 gegen Union BMR Buchkirchen geschlagen geben. Die Gäste verdienten sich den Auswärtssieg mit einem reifen Auftritt und einem starken Finish. Trainer Murat Aplak sprach von einem harten Platz und einer bewussten, flachen Spielanlage – und war nach der Pause besonders zufrieden: "Zweite Halbzeit war viel besser." Die Tore verteilten sich über die gesamte Spielzeit, Buchkirchen beantwortete das 1:1 mit kühlem Kopf und entschied die Partie spät.

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Das Spiel nahm sofort Fahrt auf: Nach nur vier Minuten brachte Patrick Hüttmayr die Gäste mit 0:1 in Front – Aplak ordnete ein: "Das erste Tor war ein Standard, Eckball." Die Freude währte kurz, denn nur eine Minute später stellte Babenbergs Nico Weiß auf 1:1. "Den Ausgleich haben sie gut gespielt, über die Seite, das war schwer zu verteidigen", meinte der Buchkirchen-Coach. Bis zur Pause blieb es bei diesem leistungsgerechten 1:1, auch weil Buchkirchen auf dem harten Geläuf nicht alles sauber auf den Rasen brachte. Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste entschlossener, suchten häufiger die Tiefe und blieben am Drücker. In Minute 69 fiel das wichtige 1:2: Abdulmedjit Isufi traf für Buchkirchen zur erneuten Führung. "Das war entscheidend. Es war kein Abseits, ein ganz normales Tor", betonte Aplak. Als Liridon Osmani in der 84. Minute einen Angriff "hinter die Abwehr" sauber abschloss, war mit dem 1:3 der Deckel drauf – "das hat uns erleichtert", so der Trainer.
Buchkirchen war auf den Auswärtskampf eingestellt und hielt sich an den Matchplan. "Wir haben probiert, wenige hohe Bälle zu spielen, wir wollten Fußball spielen und die Zweikämpfe annehmen", erklärte Aplak. In der ersten Halbzeit hakte es noch, "da haben wir ein bisschen geschlafen", doch nach der Pause griffen die Abläufe. Der Coach zeigte sich rundum zufrieden: "Wir haben dann gut gespielt und verdient gewonnen." Seine Mannschaft liefert in der Rückrunde konstant ab: "Sechs Partien, alle sechs gewonnen, und wir haben bis jetzt nur drei Gegentore bekommen", bilanzierte Aplak und schob nach: "Im Fußball ist nicht jedes Spiel schön. Man kann nicht immer super spielen und tolle Tore schießen. Aber die Burschen machen es gut – ich bin sehr stolz und zufrieden." Für die kommenden Wochen gibt der Trainer die Marschroute aus: "Ein bisschen mehr Gas geben, dann werden wir das eine oder andere Spiel auch noch für uns entscheiden."
Der Gegner versuchte sein Glück vor allem mit hohen, schnellen Bällen in die Spitze. "Babenberg hat immer geschaut, dass sie hinter unsere Abwehr kommen. Ein, zwei Pässe – und dann hoch", schilderte Aplak. Weil Buchkirchen darauf eingestellt war, verpufften viele dieser Bälle. "Das geht nicht immer gut, wenn du vorbereitet bist. Klar wird’s manchmal gefährlich, aber ohne Fehler fallen im Fußball keine Tore. Insgesamt haben wir wenig zugelassen." Diese defensive Stabilität zieht sich durch die vergangenen Wochen – nur drei Gegentore in sechs Rückrundenspielen sprechen für eine sattelfeste Abwehr und eine Mannschaft, die die Zweikämpfe annimmt. Auch in Linz zahlte sich die Geduld aus: Buchkirchen blieb ruhig, verteidigte die langen Bälle weg und nutzte vorne die entscheidenden Möglichkeiten eiskalt.
Neben dem sportlichen Teil fand Aplak deutliche Worte zum Drumherum. Den jungen Referee lobte er ausdrücklich: "Der Schiedsrichter hat seine Leistung gebracht, das super gemacht und gute Entscheidungen getroffen. Er hatte das im Griff." Sorgen bereitete hingegen eine Szene: "Unser Sechzehnjähriger hat sich leider wehgetan, er wurde mit Notarzt und Rettung ins Krankenhaus gebracht. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nichts Schlimmes ist." An die eigenen Anhänger richtete der Trainer einen Appell: "Die Fans dürfen nicht alles negativ sehen. Man spielt nicht immer schön – gerade dann müssen sie hinter uns stehen und uns stärken, daheim wie auswärts." Sportlich bleibt Buchkirchen mit nun 45 Punkten Zweiter und hält den Anschluss an die Spitze – der Lauf soll mit derselben Energie weitergehen.