Die SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b hat die Klasse zwar nicht gehalten, am eingeschlagenen Kurs will man nach dem Abstieg aber nichts ändern. Sektionsleiter Gerhard Poglits blickt auf eine schwierige Saison zurück, in der viele Spieler erst zwischen 16 und 22 Jahre alt waren. Der Abstieg soll deshalb nicht das Ende eines Plans sein, sondern der Ausgangspunkt für einen Neustart mit derselben Idee.

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Der Rückblick von Gerhard Poglits fällt offen und ohne große Ausflüchte aus. Er sagt klar, dass die Spielgemeinschaft einen bewussten Weg eingeschlagen hat und dass dieser Weg nicht nur an der Tabelle gemessen werden soll. „Wir haben mit dieser Spielgemeinschaft einen Schritt gemacht, um junge Leute in den Erwachsenensport heranzuführen“, sagt der Sektionsleiter. Gerade das sei der Kern der ganzen Sache gewesen. Dazu kommt, dass laut Poglits einige gestandene Spieler gefehlt haben und die Last deshalb noch stärker auf einer sehr jungen Gruppe lag. „Die Jungs waren zwischen 16 und 22 Jahre alt“, sagt er. Dass es am Ende nicht gereicht hat, die Klasse zu halten, blendet er dabei nicht aus. Im Gegenteil: „Letztendlich hat es nicht gereicht, die Klasse zu halten, und wir mussten leider wieder absteigen.“
Aus den Aussagen von Poglits wird schnell klar, warum er die Saison nicht nur über Resultate und Tabellenstände einordnet. Für ihn stand im Vordergrund, eine junge Mannschaft an den Erwachsenenfußball heranzuführen. Deshalb will er auch keinen einzelnen Spieler vorschnell herausheben. „Sportlich ist das bei dieser Jugend noch nicht so zu sagen, wer sich besonders hervorgetan hat“, erklärt er. Auch das passt zu dieser Saison, in der offenbar eher die Entwicklung der Gruppe als die große Geschichte um einzelne Leistungsträger im Mittelpunkt stand. Gleichzeitig legt Poglits Wert darauf, wie sich die Mannschaft als Gruppe gibt. „Menschlich sind die Jungs zum Großteil alle in Ordnung“, sagt er. Auf die Frage, welcher Verein ihn in der Liga besonders beeindruckt habe, fällt seine Antwort knapp aus: „Mitunter der Meister.“ Auch das zeigt, auf welchem Niveau sich diese junge Mannschaft behaupten musste.
Während die sportliche Aufarbeitung läuft, gibt es im Verein daneben schon die nächsten Themen. Im Trainerstab bleibt alles beim Alten, was in einer Phase des Umbruchs ein nicht unwichtiger Punkt ist. „Die Trainer sind gleich geblieben“, sagt Poglits. Dazu kommen Arbeiten an der Infrastruktur, denn die Flutlichtanlage wird laut seinen Angaben auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Auch im Vereinsumfeld ist etwas geplant: „Im Oktober wird eventuell zusammen mit der SPG ein Oktoberfest veranstaltet.“ Bei Zu- und Abgängen hält sich Poglits dagegen bewusst zurück, weil das nicht sein Bereich ist. „Das kann ich nicht genau sagen, da ich nicht der sportliche Leiter bin“, sagt er. Damit macht er klar, dass es bei Personalfragen noch keinen Stand gibt, den er verbindlich einordnen möchte.
Für die kommenden Monate ist die Linie trotzdem klar erkennbar. Der Abstieg hat bei SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b nichts daran geändert, dass weiter mit einer jungen Welle gearbeitet werden soll. Genau das formuliert Poglits auch als wichtigste Botschaft für die Zeit nach dieser Saison. „Wir werden in der 2. Klasse Mitte den Weg weitermachen, einen Neustart beginnen und trotzdem mit der jungen Welle weitergehen“, sagt er. Dazu kommt die Hoffnung, dass sich die Personalsituation zumindest ein Stück weit entspannt. Zwei Spieler sind derzeit schwerer verletzt, Poglits hofft aber, dass beide zum Start der neuen Saison wieder dabei sein können, wenn alles gut läuft. Viel mehr wollte der Sektionsleiter gar nicht ankündigen. Seine Aussagen wirken eher wie eine nüchterne Standortbestimmung: Die Saison ist sportlich nicht nach Wunsch gelaufen, die Grundidee dahinter soll aber bleiben.