Vor dem Start in der 2. Klasse Mitte stellt sich der SV Lichtenberg auf eine neue Phase ein. Sektionsleiter Martin Schurm hebt im Rückblick vor allem die Nachwuchsarbeit hervor, muss aber auch die Abgänge von Michael Leitner und Josip Gavric bestätigen. Neuzugänge gibt es nicht. Dafür soll Torwart Nino Weiss nach positivem Heilungsverlauf zum Saisonauftakt wieder zur Verfügung stehen, zudem wird am kommenden Dienstag ein neuer Trainer präsentiert.

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Wenn Martin Schurm auf die vergangene Saisonhälfte in der 1. Klasse Nord zurückblickt, dann beginnt er nicht mit Tabellenständen oder einzelnen Ergebnissen, sondern mit einem Thema, das für den Verein offenbar deutlich schwerer wiegt. „Gut funktioniert hat die Nachwuchsarbeit. Wir haben sehr viele junge Spieler aus dem eigenen Verein in den Erwachsenenfußball geführt“, sagt der Sektionsleiter. Genau dieser Satz zeigt recht klar, worauf der Blick beim SV Lichtenberg im Moment gerichtet ist. Der Verein will nicht nur kurzfristig eine Mannschaft zusammenstellen, sondern weiter auf Spieler aus den eigenen Reihen bauen. Dass Schurm diesen Punkt gleich an den Anfang stellt, ist kein Zufall. Es ist die positivste Bilanz, die er aus den vergangenen Monaten zieht, und gleichzeitig die Richtung, in die es auch jetzt weitergehen soll.
Auf der personellen Seite ist die Lage dagegen schnell umrissen, aber trotzdem nicht unwichtig. Mit Michael Leitner und Josip Gavric stehen zwei Abgänge fest. Gerade weil gleichzeitig keine Neuzugänge gemeldet werden, sind diese Veränderungen für den Kader des SV Lichtenberg durchaus ein Thema. Schurm macht daraus aber kein großes Sommertheater und hält die Lage nüchtern fest: Es gibt derzeit keine neuen Spieler, die von außen dazukommen. Auch das passt zu jenem Weg, den der Verein mit der eigenen Nachwuchsarbeit eingeschlagen hat. Dazu kommt, dass man vor einer neuen Liga steht. „Wir sind in einer neuen Liga und kennen unsere Gegner noch nicht sehr gut“, sagt Schurm. Auch deshalb wirkt die aktuelle Phase beim SV Lichtenberg weniger wie ein Umbruch mit vielen Namen, sondern eher wie ein sauberer Neustart mit bekanntem Kern.
Eine gute Nachricht gibt es in Lichtenberg bei der Personalsituation dennoch ganz klar. „Momentan sind alle Spieler fit, außer der Torwart“, sagt Schurm, schiebt aber gleich nach, dass es auch in diesem Fall positiv aussieht. Gemeint ist Nino Weiss, dessen Ausfall den Verein in der Vorbereitung natürlich beschäftigt. Schurm klingt bei diesem Thema jedoch zuversichtlich: „Der Heilungsverlauf verläuft sehr positiv und er wird zum Saisonauftakt spielen können.“ Viel mehr muss man dazu fast nicht sagen. Wenn bis auf eine Position alle Spieler fit sind und auch dort die Rückkehr absehbar ist, dann geht der SV Lichtenberg mit einer deutlich ruhigeren Ausgangslage in die neue Saison. Gerade in einer Phase, in der es keine Neuzugänge gibt, ist das ein Punkt, der Gewicht hat.
Der sichtbarste Schritt in Richtung neue Saison folgt nun am kommenden Dienstag. Dann wird beim Trainingsauftakt der neue Trainer der Mannschaft präsentiert. Schurm nennt diese Veränderung kurz und klar: „Wir haben einen neuen Trainer.“ Mehr Personalien rund um das Trainerteam führt er nicht aus, wohl aber den Rahmen für den Start. „Beim Trainingsauftakt wird vom Vorstand die gesamte Mannschaft eingeschworen“, sagt der Sektionsleiter. Das klingt nach einem bewussten Startsignal für die kommenden Wochen. Weil der Verein seine neuen Gegner noch nicht genau kennt, weil es keine externen Zugänge gibt und weil gleichzeitig einige personelle Fragen bereits geklärt sind, liegt der Fokus nun ganz auf dem gemeinsamen Auftakt. Schurm formuliert es schlicht, aber eindeutig: Die Mannschaft soll gesammelt in diese neue Saison hineingehen.