Zum Saisonauftakt der 2. Klasse Mitte musste sich die Union Babenberg Linz Süd daheim dem SV Pasching 16 mit 1:3 geschlagen geben. Nach der frühen Führung durch Patrick Gerstel war für die Mannschaft von Neo-Trainer Wolfgang Hörmedinger lange mehr drinnen, am Ende blieb aber ein Spiel, in dem die Gastgeber ihre guten Phasen nicht nützen konnten. Genau dort setzte auch die Analyse des neuen Übungsleiters an: „Die Effektivität war der Unterschied.“
Der Start der Union Babenberg Linz Süd war nach Aussage ihres Trainers so, wie man sich einen Heimeinstieg in die neue Saison vorstellt. Die Mannschaft kam gut hinein, suchte immer wieder den Weg über die Flügel und wurde dafür schon in der 3. Minute belohnt, als Patrick Gerstel zum 1:0 traf. Hörmedinger sprach von einem schön herausgespielten Treffer und davon, dass seine Mannschaft in dieser Phase „gut in das Spiel gestartet“ sei. Bis etwa zur Mitte der ersten Hälfte hatte die Union Babenberg Linz Süd laut ihrem Trainer noch weitere gute Möglichkeiten, um nachzulegen. Gerade deshalb tat die folgende Entwicklung besonders weh. Danach wurde das Spiel laut Hörmedinger hektischer, und der gute Rhythmus aus der Anfangsphase ging ein Stück weit verloren. Trotzdem blieb aus Sicht des Trainers das Gefühl, dass seine Mannschaft die Partie eigentlich gut im Griff hatte.
Richtig bitter wurde es für die Union Babenberg Linz Süd dann unmittelbar vor dem Seitenwechsel. In der 45. Minute glich Vaso Zivkovic für den SV Pasching 16 zum 1:1 aus. Hörmedinger sah die Entstehung des Treffers kritisch, ordnete die Szene aber sachlich ein. „Der Schiedsrichter verliert kein Spiel“, stellte er klar, auch wenn er die Situation anders bewertet hatte da der Torwart klar den Ball gespielt hat. Viel entscheidender war für ihn der Zeitpunkt des Gegentreffers. „Wenn du mit einer 1:0-Führung in die Pause gehst, hat das Spiel wahrscheinlich einen ganz anderen Verlauf“, sagte der Trainer. Genau darin lag für ihn einer der Knackpunkte dieser Partie: Die Union Babenberg Linz Süd bekam ihre Gegentore zu Momenten, in denen sie besonders schmerzten, und verlor damit ein Stück von dem Vorteil, den sie sich zuvor erarbeitet hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Hörmedinger seine Mannschaft zunächst wieder mit mehr Zugriff. Die Union Babenberg Linz Süd kam laut ihrem Trainer gut aus der Pause, holte sich die Kontrolle zurück und hatte zwei gute Aktionen, ohne daraus Kapital zu schlagen. Genau diese fehlende Konsequenz vor dem Tor zog sich für ihn durch den Nachmittag. „Die Chancenauswertung war leider nicht zufriedenstellend, aber das wird sich auch noch bessern“, sagte er. Während die Gastgeber ihre starken Momente nicht in ein zweites Tor ummünzen konnten, wartete der SV Pasching 16 auf seine Möglichkeit und nutzte sie. In der 77. Minute traf Mario Novakovity zum 1:2, wieder nach einem Angriff in Überzahl, den Hörmedinger als nicht sauber verteidigten Konter beschrieb. Danach machte die Union Babenberg Linz Süd hinten auf, löste die Formation weiter auf und versuchte alles für den Ausgleich. In der Nachspielzeit folgte dann noch der dritte Treffer: Osasere Ramsey Omoruyi stellte in der 90.+2. Minute auf 1:3 und besiegelte damit die Auftaktniederlage.
In seiner Analyse ging Hörmedinger über den reinen Spielverlauf hinaus und benannte sehr offen, was seiner Mannschaft noch fehlt. „Wir haben uns unsere Probleme eigentlich selbst geschaffen“, sagte er und meinte damit vor allem die Balance zwischen Offensive und Absicherung. Die Union Babenberg Linz habe das Mittelfeld oft schnell überbrücken wollen, sei dabei aber mitunter zu überhastet geworden. Wurden Angriffe nicht fertig gespielt oder gingen Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren, öffneten sich Räume für den Gegner. Genau das habe der SV Pasching „eiskalt ausgenutzt“. Trotz der Niederlage wollte der neue Trainer die Partie aber nicht nur negativ lesen. Er sprach von guten Ansätzen, vom Willen und vom Teamgeist und erinnerte auch daran, dass im Sommer eine neue Mannschaft zusammengestellt wurde. „Wir sind am Teambuilding, wir sind dabei eine schlagkräftige Mannschaft zu Formen “, sagte er. Deshalb fiel sein Fazit trotz des 1:3 nicht nur ernüchternd aus. „Das Resümee ist positiv und wir werden stärker, je länger die Meisterschaft dauert.“ Für die Union bleibt damit zwar ein Fehlstart, aber auch Optimismus für den weitern Verlauf der Meisterschaft, dass in diesem Auftaktspiel mehr möglich gewesen wäre liegt auf der Hand.