In der 2. Klasse Nord-Mitte setzte sich die SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau mit 1:0 gegen die SV Gallneukirchen 1b durch. Ein frühes Chancenplus der jungen Gallneukirchner blieb ungenützt, ehe die Heimischen per Standard zuschlugen. „Es war ein Spiel auf sehr gutem Niveau, viel Tempo drinnen“, sagte Co-Trainer Johann Freudenthaler nach der knappen Auswärtsniederlage. Weil seine Elf mehrere Hochkaräter ausließ, reichte der eine Treffer der Gastgeber – und doch überwog bei Gallneukirchen 1b das Gefühl, mit einer sehr jungen Truppe viel richtig gemacht zu haben.

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Gallneukirchen 1b kam wach und mutig ins Spiel. „Wir hatten gleich zu Beginn zwei sehr gute Chancen, einmal sogar allein vor dem Tormann – und nützen es nicht“, ärgerte sich Freudenthaler, der trotz einiger Verletzungssorgen eine „schlagkräftige Mannschaft“ aufs Feld schickte. Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau suchte über die Seiten das Tempo, kam immer wieder gefährlich in den Strafraum, doch die Gäste verteidigten stabil und blieben über Ballbesitzphasen selbst im Spiel. Dann fiel das Tor, das die Richtung vorgab: In Minute 33 traf Daniel Urban nach einer einstudierten Ecke zum 1:0. „Die Variante haben wir übersehen“, räumte Freudenthaler offen ein. Bis zur Pause blieb es beim knappen Heimvorteil, das 1:0 zur Halbzeit war aus Sicht der Gäste vor allem das Ergebnis einer einzigen Unaufmerksamkeit bei ruhendem Ball.
Nach dem Seitenwechsel stellte Gallneukirchen 1b nach und nach um, ohne die Grundordnung zu verlieren. „Es war wieder ein ausgeglichenes Spiel. Wir haben Nadelstiche gesetzt und mit qualitativem Aufbauspiel übers Mittelfeld versucht, schnell in die Spitze zu kommen“, schilderte der Co-Trainer. Chancen entstanden auf beiden Seiten, wirklich Zwingendes war zunächst aber selten. In der Schlussphase zog Gallneukirchen 1b alle Register: „In den letzten zehn Minuten haben wir auf Dreierkette umgestellt, mit hohen Bällen in den Strafraum und auf zweite Bälle gespielt.“ Der Plan trug beinahe Früchte – zwei sehr gute Möglichkeiten und am Ende sogar eine „Hundertprozentige“ blieben ungenützt. „Die Chancenverwertung hat uns gefehlt“, sagte Freudenthaler nüchtern. Gerade für eine Mannschaft mit vielen ganz jungen Spielern sei das 1:1 greifbar gewesen, doch die Kugel wollte an diesem Abend nicht über die Linie.
Freudenthaler hatte für Gegner und Schiedsrichter ebenso klare Worte. „Der Gegner hat eine körperlich gute Mannschaft mit technisch starken Spielern. Über die schnellen Seitenspieler sind sie immer wieder gefährlich geworden, vor allem mit Flanken“, analysierte er, lobte aber gleichzeitig die eigene Defensivleistung samt Torhüter, der das Nötige entschärfte. Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Das war sicher nicht der entscheidende Faktor.“ Ungeachtet der Niederlage nahm der Co-Trainer viel Positives mit: „Wir haben uns sehr gut verkauft, mit vielen ganz jungen Spielern, teils sogar U16. Nach drei Siegen haben wir wieder verloren, aber von der Spielqualität her bin ich nicht unzufrieden; wir sind mit den jungen Spielern auf einem guten Weg.“ In der Tabelle hält Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau nach 21 Runden bei 39 Punkten auf Rang vier, Gallneukirchen 1b bei 27 Zählern auf Platz sieben – der Auftritt in Weitersfelden zeigte den Gästen dennoch, dass sie mit ihrem Weg richtig liegen.