Der Derbysieg tat besonders gut: In der 2. Klasse Nord-Mitte setzte sich die DSG Union Gutau zuhause mit 1:0 gegen die Union Kefermarkt durch. Nach zäher erster Hälfte, einer halbstündigen Regenpause rund um die 60. Minute und dem Goldtor von Simon Binder war es am Ende ein hart erarbeiteter Erfolg. Co-Trainer Jonas Höller brachte es auf den Punkt: „Ab der Halbzeit waren wir am Drücker.“ Gutau feierte damit einen stimmungsvollen Derbysieg vor vielen zufriedenen Fans.

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Die ersten 45 Minuten lebten mehr von der Rivalität als von sauberem Fußball. Jonas Höller sprach offen an, dass seine Elf zu Beginn Probleme hatte: „Anfangs war es eine sehr schwache Partie. Wir haben Kefermarkt mit Fehlern in der Defensive zu Chancen eingeladen. Zum Glück waren sie zu schwach, diese zu nutzen.“ Gegen Ende der ersten Halbzeit fing sich Gutau, ohne jedoch das 0:0 zur Pause zu gefährden. Nach dem Seitenwechsel kam die Heimelf besser ins Spiel, hatte mehr vom Ball und suchte konsequenter den Weg nach vorne – ehe der nächste Knick kam: In der 60. Minute sorgte ein kräftiger Schauer für eine rund halbstündige Regenunterbrechung, die den Rhythmus wieder durcheinanderbrachte.
Nach der Pause und der Regenunterbrechung blieb Gutau am Drücker, kam zu mehreren Möglichkeiten und setzte Kefermarkt in deren Hälfte fest. In der 67. Minute fiel die Entscheidung: Simon Binder traf zum 1:0. Der Treffer entstand aus einem Freistoß, der vor dem Tor noch unangenehm aufsprang – den Abpraller drückte Binder über die Linie, den Rest spielte Gutau abgeklärt herunter. „Kurz nach der Unterbrechung haben wir das 1:0 gemacht. Da war mir klar, dass wir die Partie auf unsere Seite ziehen“, sagte Höller. Als Kefermarkt in der Schlussphase alles nach vorne warf, hielt Schlussmann Nico Walch in der 86. Minute mit einer starken Parade den Sieg fest. „Ausschlaggebend war unser gutes Rauskommen nach der Regenpause und der Kampfgeist“, betonte Höller. „Unsere Stärke lag heute klar in der Defensive.“
Vieles trug die typische Derby-Handschrift, fußballerische Leckerbissen blieben selten. „Das war ein Derby – meistens nicht die schönsten Spiele. Spielerisch war es keine Top-Partie“, ordnete Höller nüchtern ein. Zum Gegner meinte er: „Kefermarkt war bemüht, aber nicht ganz auf der Höhe, wie ich es erwartet habe. Das kann auch am Derby liegen.“ Positiv: Es gab keine strittigen Szenen, der Schiedsrichter hatte alles „mehr als gut unter Kontrolle“. Die Stimmung nach dem Abpfiff beschrieb Höller als „ein Traum – Derbysieger daheim, zahlreiche Fans, Stimmung top“. Der Dreier gewinnt zusätzlich an Gewicht, weil Kefermarkt als Tabellenvierter (43 Punkte) anreiste, während Gutau als Zehnter (27) wichtige Zähler einfuhr. Nach dem 1:0 und der kompakten Leistung soll genau darauf aufgebaut werden – mit derselben Entschlossenheit, demselben Biss in den Zweikämpfen und der Stabilität, die dieses Derby entschieden hat.