Ein intensiver Nachmittag in der 2. Klasse Nord-Ost brachte ein Duell mit viel Tempo und Körpereinsatz: Die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors empfingen den SV Pichler Automobile Steyregg. Für Trainer Ahmet Rahmanovic stand die Reife seiner sehr jungen Elf im Vordergrund. Er sprach von einem taktisch geprägten Beginn, viel Druck der Gäste und einem später offenen Schlagabtausch – mit zahlreichen Zweikämpfen und strittigen Szenen – und einem Kollektiv, das sich den Punkt erarbeitete.

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„In der ersten Halbzeit haben wir uns stark auf die Taktik konzentriert und versucht, ins Spiel zu finden. Steyregg hat – wie erwartet – viel Druck gemacht, den wir mit unserer jungen Mannschaft möglichst sauber auffangen wollten.“ Aus wenigen Umschaltmomenten der Hausherren entsprangen zunächst kaum klare Chancen, stattdessen prägten Standards die Phase vor der Pause. Rahmanovic ordnete den Führungstreffer der Gäste so ein: „Das 0:1 fiel nach einem unabsichtlichen Handspiel vor dem Sechzehner – der fällige Freistoß wurde genutzt.“ In der 37. Minute versenkte Gregor Rehberger den Ball zum 0:1 – ein Einschnitt, der den bis dahin klaren Matchplan der Juniors auf die Probe stellte.
Mit Wiederanpfiff kippte die Statik in ein temporeiches, beidseitig mutiges Spiel. „In der zweiten Halbzeit wurde mit offenem Visier gespielt – und wir machten durch einen perfekten Konter das 1:1.“ Vollendet wurde der Umschaltmoment in der 74. Minute von Samuel Feichtner, der kompromisslos zum Ausgleich traf. Die Schlussphase geriet zur Nervenprobe: Steyregg vergab eine Hundertprozentige, die Juniors ließen ebenfalls eine Großchance aus. Am Ende blieb es beim 1:1, weil beide Seiten ihre Matchbälle ausließen.
Das Duell lebte spürbar von Intensität. Rahmanovic sprach von einer körperbetonten Partie mit vielen Unterbrechungen und stets gefährlichen ruhenden Bällen: „Es gab viele Fouls, viele Zweikämpfe – bei Ecken und Freistößen wurde es immer wieder brenzlig.“ Ganz ohne Diskussionsstoff ging es nicht: „Es gab die eine oder andere strittige Szene, in der gelbvorbelastete Spieler wohl auch Gelb-Rot hätten sehen können.“ Die Grenzbereiche im Zweikampf bestimmten über weite Strecken Rhythmus und Emotionalität.
Trotz des offenen Charakters nach der Pause verortete Rahmanovic die Spielkontrolle eher bei Steyregg: „Wir haben uns stärker auf die Defensive und auf Umschaltfußball eingestellt, daher hatte Steyregg über das ganze Spiel gesehen etwa 60 zu 40 Prozent Ballbesitz.“ Die Juniors hielten mit Laufbereitschaft, Kompaktheit und Mentalität dagegen – eine Reifeprüfung für ein Team mit einem Altersdurchschnitt von 18,5 Jahren, nach eigener Einschätzung vielleicht die jüngste Mannschaft der Liga. Der Trainer betonte die Moral und den Willen seiner Elf, den Ausgleich zu erzwingen und bis zum Ende auf den Lucky Punch zu gehen: „Wir arbeiten weiter an uns, wo Verbesserungsbedarf ist – und nächste Woche wollen wir wieder voll angreifen und die nächsten drei Punkte holen.“