Nach dem intensiven Duell zwischen SC Ernsthofen und Sportunion Greisinger Münzbach in der 2. Klasse Nord-Ost überwogen beim Heimteam Zufriedenheit und Erleichterung. Trainer Tomislav Proleta ordnete die Partie als verdienten Arbeitssieg ein – getragen von Mut, Aggressivität gegen den Ball und reifer Defensivarbeit. Seine Mannschaft habe in einem insgesamt ausgeglichenen Spiel die zwingenderen Chancen herausgespielt; die sehr junge Startelf habe der Truppe zusätzliche Energie und Geschlossenheit verliehen.

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Proleta zeichnete das Bild eines Teams, das vom Anpfiff weg präsent war: „Wir sind gut reingekommen, waren die aktivere Mannschaft, immer einen Schritt vor dem Gegner, haben ihn weit von unserem Tor ferngehalten und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“ Nach Rückschlägen blieb Ernsthofen entschlossen und aggressiv gegen den Ball, zwang Münzbach in viele unbequeme Duelle und verschaffte sich leichte, aber entscheidende Vorteile in Physis und Willen: „Da waren wir genau den Tick munterer und aggressiver und wollten die Punkte einen Schritt mehr als Münzbach.“ Insgesamt war es eine faire Begegnung, in der Ernsthofen mit guter Staffelung und klarer Zweikampfführung lange die gefährlichen Zonen vor dem eigenen Tor schloss.
Die Hausherren setzten in der ersten halben Stunde die Akzente: Benjamin Boros traf in der 9. und 33. Minute und stellte so auf 2:1 zur Pause. Dazwischen glich Jürgen Krichbaumer in der 23. Minute für Münzbach aus – ein Moment, der Ernsthofen jedoch nicht aus der Spur brachte. Nach dem Seitenwechsel rückte die Arbeit gegen den Ball noch stärker in den Fokus. „Der Gegner hat viel mit langen Bällen agiert und Risiko genommen – wir haben das gut wegverteidigt“, bilanzierte Proleta. Einmal war auch das nötige Glück dabei, als Münzbach nur die Stange traf. Unterm Strich blieb seine Einschätzung nüchtern: Beim Ballbesitz war es über weite Strecken ausgeglichen, der Unterschied lag in Ernsthofens Konsequenz in den entscheidenden Momenten – und im Doppeltorschützen Boros, der die Partie früh in die gewünschte Richtung lenkte.
Proleta verwies auf eine mutige Personalentscheidung, die dem Team zusätzliche Energie verlieh: „Wir hatten eine sehr junge Startaufstellung und haben mit einem 15-Jährigen und einem 16-Jährigen gespielt, die beide ihr Meisterschaftsdebüt in der Startelf gaben.“ Die kollektive Defensivarbeit war für den Trainer der Schlüssel, zugleich sieht er weiter Potenzial mit Ball: „Wir wollen mehr Chancen kreieren und noch spielbestimmender sein.“ Im Zentrum der positiven Eindrücke stand zudem ein starker Taktgeber: Proleta hob Mittelfeldmotor Willibald Kneidinger besonders hervor.