Spielberichte

SC Ernsthofen erkämpft 1:1 – Proleta: „Kampfbetont, mit vielen Aktionen“

SC Ernsthofen
Union Bad Kreuzen

In der 2. Klasse Nord-Ost trafen der SC Ernsthofen und Union Bad Kreuzen aufeinander. Trainer Tomislav Proleta erlebte eine kampfbetonte Partie mit vielen Aktionen, aber auch mit zu vielen einfachen Fehlern und verlorenen zweiten Bällen. Nach einem 0:0 zur Pause geriet seine Mannschaft in Rückstand, zeigte jedoch Moral und kam zurück. Proletas Einordnung kreist um Intensität, Standards und den nächsten Schritt: Haltung bewahren, spielerische Lösungen finden und sich konsequent weiterentwickeln.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zweikämpfe, Rhythmus und ein zäher Beginn

Proleta beschrieb den Auftakt als intensiv, aber fehlerbehaftet. Sein Team fand zunächst nicht an das Engagement der Vorwoche an, war in vielen Duellen „immer Zweiter“, kam selten an die zweiten Bälle und leistete sich in der Vorwärtsbewegung zu viele unbedrängte Fehlpässe – all das spielte Bad Kreuzen in die Karten, das Ballgewinne rasch nach vorn trug. Insgesamt sah er ein tendenziell ausgeglichenes Spiel, auch weil beide Seiten mit Ungenauigkeiten zu kämpfen hatten. Prägend war der zerklüftete Rhythmus: viele Unterbrechungen, zahlreiche Einwürfe und Fouls – ohne böse Aktionen, aber oft einen Schritt zu spät im Zweikampf.

Standards, Paraden – und die entscheidenden Momente

Gefährlich wurde Bad Kreuzen vor der Pause vor allem bei ruhenden Bällen: Mehrfach suchten die Gäste aus der Distanz den direkten Abschluss nach Freistößen, Torhüter Paul Furtner parierte wiederholt und lenkte die Versuche häufig zur Ecke. Nach rund 25 Minuten fand Ernsthofen besser hinein, kombinierte sich zu mehreren aussichtsreichen Szenen, blieb aber vor der Pause ohne Abschlussglück – folgerichtig stand es zur Halbzeit 0:0. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber über die Flügel zu guten Durchbrüchen, im Strafraum fehlte jedoch oft der Abnehmer. In diese Phase hinein schlug Bad Kreuzen zu: In der 58. Minute traf Oliver Aschauer zum 0:1. Ernsthofen steckte nicht auf, wechselte klug und erhöhte den Druck – der späte Lohn folgte, als Hussein Al Timimi in der 84. Minute das 1:1 erzielte. Den möglichen Siegtreffer hatten die Hausherren sogar noch am Fuß, belohnten sich am Ende aber „nur“ mit dem Ausgleich.

Moral und der Blick nach vorn

Einzelne Akteure hob Proleta nicht heraus; er betonte das Kollektiv, das sich trotz des Rückstands nie hängen ließ, das Tempo anzog und mit den Eingewechselten frischen Wind brachte. Zur Leitung der Partie meinte er knapp: „Schiedsrichter war grundsätzlich solide.“ Inhaltlich richtet er den Fokus nun klar auf den Ball: Gegen direkte Konkurrenten wie Bad Kreuzen will seine Mannschaft das Kommando übernehmen, kreativer Chancen herausspielen und mit Idee Fußball spielen. Für die nächste Woche formulierte Proleta einen doppelten Auftrag – sportlich zulegen und die Ränge füllen: „Wir haben jetzt nächste Woche das fünfte Heimspiel in Folge, spielen jetzt gegen den Tabellenführer und ich würde mir wünschen, wenn immer mehr Zuschauer nach Ernsthofen kommen.“ Die Mannschaft sei jung, stark mit Ernsthofener Spielern besetzt und verdiene die Unterstützung. Zugleich will das Team sichtbar an der spielerischen Linie arbeiten, damit neben Kampfgeist und Leidenschaft künftig noch mehr gelungene Kombinationen und ein Schuss Zauberfußball das Bild prägen.

2. Klasse Nord-Ost: Ernsthofen : Bad Kreuzen - 1:1 (0:0)

  • 84
    Hussein Al Timimi 1:1
  • 58
    Oliver Aschauer 0:1