Nach einem geduldigen Auftritt der Sportunion Greisinger Münzbach ordnet Trainer Martin Lindtner den Abend gegen SC Kronstorf in der 2. Klasse Nord-Ost als verdient und stimmig ein. „Am Ende des Tages ein gerechtes Ergebnis. Wir waren schon in der ersten Halbzeit mit und gegen den Ball gut im Spiel, in der zweiten haben wir noch etwas draufgelegt und uns weitere Chancen erarbeitet. Zu den drei Toren kamen noch zwei Stangenschüsse – das Ergebnis geht so in Ordnung“, resümiert Lindtner. Im Zentrum standen Ruhe am Ball, hohe Laufbereitschaft und die Überzeugung, dass Geduld der Schlüssel war.

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Zur Pause stand es 0:0, doch Münzbach hielt das Tempo hoch, blieb ruhig am Ball und erhöhte Schritt für Schritt den Druck. Der Durchbruch fiel in einer Phase klarer Dominanz der Gastgeber: In der 73. Minute brach Laszlo Lengyel den Bann und stellte auf 1:0. Nur drei Minuten später erhöhte Markus Sigmund in der 76. Minute abgeklärt auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte erneut Lengyel, der in der 90. Minute seinen Doppelpack schnürte und den 3:0-Endstand fixierte. Zwei Stangentreffer unterstrichen zudem das deutliche Chancenplus nach dem Seitenwechsel.
Die Herangehensweise ohne Ball war klar: Risiken minimieren und Umschaltmomente des Gegners neutralisieren. Lindtner fasst zusammen: „Wir hatten mehrere gefährliche Situationen, Kronstorf versuchte es immer wieder über schnelle Umschaltmomente. Wir haben das sehr gut verteidigt und die großen Chancen des Gegners zunichte gemacht.“ Auf ruhende Bälle kam es kaum an: „Standards waren in diesem Spiel kein Thema.“
Rund um die 90 Minuten passte das Setting. Zur Stimmung sagt Lindtner: „Die Stimmung war sehr gut, viele Leute waren am Sportplatz. Mit dem Ergebnis haben sich am Ende alle gefreut. Ein großes Lob auch an den Platzwart – wir haben derzeit wirklich einen Topplatz in Münzbach.“ Auch der Umgang auf dem Feld blieb sportlich: „Das Spiel war sehr fair von beiden Seiten. Es gab nicht viele gelbe Karten, der Schiedsrichter ließ viel laufen – dadurch blieb der Spielfluss erhalten.“ Eine Einzel-Auszeichnung gab es bewusst nicht: „Ich möchte die ganze Mannschaft loben. Wenn alle elf der Startelf mit Mut, Laufbereitschaft und Wille ins Spiel gehen, sind wir sehr schwer zu schlagen.“
Für die nächsten Wochen formuliert der Trainer einen klaren Plan: „Mit Ball waren wir diesmal etwas ruhiger, das hat uns gutgetan. So haben wir uns mehr Chancen erspielt als in den letzten Wochen. Das bleibt auch das Thema, damit wir im nächsten Spiel wieder zu guten Möglichkeiten kommen: geduldig sein, die richtigen Momente abwarten und spielerisch Lösungen finden.“