Nach dem rasanten 4:4 zwischen dem SC Kronstorf und Union Bad Kreuzen ordnete Trainer Marcel Hirnschrott die Lage seiner Mannschaft ein. Er sprach von einer fairen Punkteteilung und einem Gefühl, das einem Sieg gleichkommt – auswärts, gegen einen von ihm als Titelaspiranten bezeichneten Gegner in der 2. Klasse Nord-Ost. Hirnschrott lobte den Teamgeist, verwies auf Defizite in der Verteidigung und blickte mit sichtbarem Stolz nach vorne.

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Hirnschrotts erste Bilanz fiel abgeklärt aus: „Über die 90 Minuten war es ein gerechtes Ergebnis. Kronstorf hatte mehr Ballbesitz und mehrere Chancen, insgesamt passt das 4:4.“ Warum sich das Remis dennoch besonders anfühlte, erklärte er so: „In der Verteidigung können wir das eine oder andere sauberer lösen. In der ersten Halbzeit haben wir die Basics nicht wirklich reingebracht und sind trotzdem zu Möglichkeiten gekommen. Gegen einen Titelaspiranten auswärts nehmen wir das 4:4 wie einen Sieg mit.“
Die Partie kippte mehrfach. Bad Kreuzen geriet in Minute 38 durch Jonas Kreindl mit 0:1 in Rückstand. Kurz vor der Pause stellte Robert Buchberger auf 1:1 (45.). Nach Wiederbeginn traf Oliver Aschauer zur 2:1-Führung (54.). Kronstorf schlug zurück: Lukas Frühwirt glich zum 2:2 aus (60.), Michael Höll traf wenig später zum 2:3 aus Bad-Kreuzen-Sicht (62.). Die Gäste antworteten erneut: Manuel Buchberger erzielte das 3:3 (73.). In der Schlussphase schien Höll mit seinem zweiten Treffer das Spiel zu entscheiden – 3:4 (89.) –, doch Philipp Hochstöger setzte in der 96. Minute den späten Ausgleich zum 4:4. Ein offener Schlagabtausch bis zur letzten Aktion – mit einem Ergebnis, das die Dramaturgie des Spiels widerspiegelt.
Zum Zugriffsverhalten seiner Elf und den vertikalen Zuspielen der Gastgeber sagte Hirnschrott: „Kronstorf hat immer wieder konsequent mit Bällen in die Tiefe agiert. Das haben wir phasenweise sehr gut verteidigt.“ Personell blickt er zuversichtlich nach vorne: „Wir hatten zuletzt eine Rotsperre bei Patrick Binder. Er kommt nächste Woche zurück und wird uns mit seiner individuellen Qualität bereichern. Grundsätzlich haben aber alle, die heute am Platz standen, ihre Aufgabe über 90 Minuten mit 110 Prozent erfüllt. Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, arbeiten aber Woche für Woche hart daran.“