In der 2. Klasse Nord-Ost setzte sich Union Arbing in Runde 19 mit 3:2 gegen SV Pichler Automobile Steyregg durch. Drei frühe Treffer legten den Grundstein, ehe die Gäste zurückkamen und es bis zum Schluss eng machten. Trainer Stefan Brunner sprach von einem harten, aber fairen Match und hob vor allem die Bereitschaft seines Teams hervor: "Heute sind alle über ihre Grenzen gegangen." Unterm Strich war es ein Arbeitssieg gegen einen starken Gegner, der bis zuletzt auf den Punktgewinn drängte und die Arbinger Abwehrreihe forderte.

Foto von Pedram Raz auf Unsplash
Arbing erwischte den besseren Start und diktierte die erste Halbzeit – genauso beschrieb es auch Stefan Brunner: "In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend und haben aus einem Eckball, einem Fehler des Torhüters und einem weiteren Standard schnell eine 3:0-Führung erarbeitet." Offiziell eröffnete Thomas Schützenhofer in Minute 19 den Torreigen zum 1:0. Brunner ordnete das 1:0 einem Eckball von Karl Fürholzer zu, doch als Torschütze wurde Schützenhofer geführt. Nur drei Minuten später legte derselbe Schützenhofer zum 2:0 nach (22.). "Das zweite Tor entstand nach einem Abspielfehler des Gegnertorhüters, den Thomas Schützenhofer genutzt hat", erklärte der Coach. Das 3:0 besorgte Lukas Trauner nach einem weiteren Fürholzer-Standard – am zweiten Pfosten per Kopf (26.). Die Gäste gaben aber nicht auf: Felix Frühwirth verkürzte in der 34. Minute auf 3:1, mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb Steyregg am Drücker und stemmte sich mit viel Wucht gegen die Niederlage. In der 70. Minute wurde es wieder spannend: Diamant Avdiu traf zum 3:2-Anschluss. Von da an war es ein zähes Ringen um jeden Meter, Arbing verteidigte den Vorsprung mit großer Laufarbeit und schaffte es, die entscheidenden Räume engzumachen. Brunner lobte die Mentalität: "Heute sind alle über ihre Grenzen gegangen und haben 90 Minuten gefightet – all das, was wir letzte Woche vermissen ließen." Auch ein Wort zum Rahmen durfte nicht fehlen: "Schiedsrichter Martin Fragner hatte alles im Griff. Das war eine harte, aber faire Partie." Steyregg warf bis zum Schluss alles nach vorn, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
Im Anschluss fand Stefan Brunner deutliche Worte des Respekts: "Steyregg ist eine richtig starke Mannschaft, die verdient dort steht, wo sie in der Tabelle steht. Sie haben bis zum Schluss alles nach vorn geworfen und versucht, noch einen Punkt mitzunehmen. Wir waren heute auch ein wenig glücklicher."
Die Einordnung passt zur aktuellen Lage: Steyregg rangiert mit 39 Punkten auf Platz zwei, Arbing hält nach 19 Runden bei 28 Zählern und steht auf Rang acht. Für die Hausherren ist es ein Sieg, der Selbstvertrauen gibt – nicht nur wegen der drei Punkte, sondern wegen der Art, wie sie zustande kamen. Darauf will Arbing nun aufbauen und die gezeigte Laufbereitschaft als Maßstab für die nächsten Wochen mitnehmen.