Spielberichte

Tomislav Proleta (Trainer SC Ernsthofen): "Geduld war heute das Ausschlaggebende"

Pierbach/Rechberg
SC Ernsthofen

In der 2. Klasse Nord-Ost gewann der SC Ernsthofen mit 2:1 bei der SPG Pierbach/Rechberg. Nach der frühen Führung und dem Ausgleich vor der Pause belohnte sich Ernsthofen in Halbzeit zwei spät. Trainer Tomislav Proleta sprach von einer klaren Antwort auf die 0:9-Packung der Vorwoche, viel Ballbesitz und großer Ruhe im Aufbau: Seine Elf blieb geduldig, wartete auf die Lücke – und nahm am Ende verdient drei Punkte mit.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Frühe Führung, später Ausgleich – Ernsthofen hatte mehr vom Spiel

Ernsthofen begann genau so, wie es der Trainer angekündigt hatte. „Wir wollten von Anfang an das Kommando übernehmen“, sagte Tomislav Proleta und ergänzte: „Wir hatten ganz klar mehr Spielanteile und die zwingenderen Torchancen.“ In der 11. Minute fiel die frühe Belohnung: Willibald Kneidinger stellte auf 0:1. Proleta sprach von einer „schön herausgespielten Aktion“ über Kneidinger und Kevin Kühhas mit Abschluss von der Strafraumgrenze. Kurz vor der Pause ließen die Gäste das mögliche 0:2 liegen, als sie frei durch waren und den Ball knapp vorbeischoben. Stattdessen schlug Pierbach/Rechberg noch vor dem Wechsel zurück: In Minute 42 traf Lukas Wanik zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen, obwohl Ernsthofen „das Spiel klar in der Hand“ hatte.

Geduld zahlt sich aus: Kühhas entscheidet nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel blieb die Devise unverändert. „Die zweite Halbzeit war: geduldig bleiben, auf unsere Chancen warten, das Spiel dem Gegner aufdrücken und viel Ballbesitz haben“, erklärte Proleta. Seine Mannschaft hielt die Linie, ließ den Ball laufen und suchte beharrlich die Lücke. Als sich der Raum endlich öffnete, stach Ernsthofen: In der 71. Minute erzielte Kevin Kühhas das 1:2, nach einem überlegten Zuspiel von Edin Softic. „Das war ein Tor des Willens. Er hat im vollen Lauf höchstes Risiko genommen und den Ball halb Volley im Tor untergebracht“, beschrieb der Coach den Siegtreffer. In der Schlussphase standen die Gäste stabil. „Wir haben es geschafft, die mitunter gefährlichen Angriffe alle wegzuverteidigen. Es war eigentlich nie gefährlich vor unserem Tor“, sagte Proleta – der Vorsprung wurde souverän heimgebracht.

Gegner im Griff und der Blick auf die nächsten Schritte

Auch den Gegner hatte Ernsthofen gut gelesen. „Sie haben schnelle Flügel und wollten aus der Kompaktheit schnell in die Tiefe kombinieren, aber darauf waren wir sehr gut eingestellt“, so Proleta. Ein Detail überraschte ihn sogar: „Sie haben uns im Spielaufbau gar keinen Druck gemacht – so konnten wir unser Spiel aufziehen und ihnen aufzwängen.“ Besonders stolz war der Trainer auf die Ruhe am Ball: „Wir wollten nicht zu früh nach vorne spielen, sondern auf die Löcher warten. Diese Geduld war heute das Ausschlaggebende.“ Gleichzeitig sieht er noch Luft nach oben im Kopf: „Wenn etwas misslingt, dürfen wir nicht zu lange hadern – da müssen wir mental noch ein bisschen besser werden.“ Der Auftritt passte ins Bild: Ernsthofen blieb ruhig und geduldig. Nach dem 0:9 zuletzt war dieses 2:1 auswärts mehr als nur eine Antwort – es waren wichtige, hart erarbeitete drei Punkte. Jetzt zählt die Arbeit im Training, den ersten und zweiten Kontakt klar zu verbessern um im Kombinationsspiel die doch sehr hohe Fehlpassquote zu verbessern und sich dadurch als Mannschaft das Leben zu erleichtern.

2. Klasse Nord-Ost: Pierb./Rechb. : Ernsthofen - 1:2 (1:1)

  • 71
    Kevin Kühhas 1:2
  • 42
    Lukas Wanik 1:1
  • 11
    Willibald Kneidinger 0:1