Spielberichte

St. Veit verliert 1:2 – Fröhlich: "Wir haben unser Spiel nicht durchgezogen"

Union St. Veit/M.
Union Puchenau

In der 2. Klasse Nord-West empfing die Union St. Veit im Mühlkreis die Union Puchenau und unterlag 1:2. Nach rasantem Beginn gerieten die Hausherren unglücklich kurz vor der Pause in Rückstand, glichen nach einer Ecke aus und kassierten später nach Ballverlust den entscheidenden Treffer. Trainer Manuel Fröhlich haderte mit zu vielen hohen Bällen und sprach von strittigen Szenen, betonte aber auch: Puchenau brachte große Intensität auf den Platz, und St. Veit setzte den eigenen Plan zu selten um.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Flotter Start, bittere Führung der Gäste vor der Pause

Die Partie begann mit offenem Visier. „Es war richtig viel Schwung in den ersten fünfzehn Minuten, es ging hin und her, ein sehr flottes Spiel. Jeder hat Vollgas gegeben“, beschrieb Manuel Fröhlich den Auftakt. Danach beruhigte sich das Geschehen etwas, St. Veit bekam mehr Zugriff und fand „zwei, drei gute Möglichkeiten“. Belohnt wurde das aber nicht. Stattdessen fiel in Minute 43 das 0:1 – unglücklich aus Sicht der Hausherren und als Eigentor von Simon Rauöcker gewertet. Der Ball war bei einer Standardsituation abgefälscht und trudelte ins Netz. Mit dem 0:1 zur Pause war der Tabellenführer trotz ordentlicher Phase zunächst im Hintertreffen und musste in der Kabine einmal durchschnaufen.

Ausgleich nach Ecke – später Stich der Gäste im Umschalten

Nach dem Seitenwechsel drängte St. Veit auf den Ausgleich – und bekam ihn. In der 58. Minute verwertete René Ölinger einen gut getretenen Corner von Moritz Neundlinger zum 1:1. „Das 1:1 war wieder eine Standardsituation, die wir gut ausgespielt haben“, so Fröhlich. Doch Puchenau blieb gefährlich und lauerte auf Ballverluste. In der 74. Minute nutzten die Gäste einen solchen Umschaltmoment eiskalt: Hamza Alnasr Allah stellte auf 1:2. Fröhlich haderte mit zwei Szenen: „Vor dem Eckball zum 0:1 ist ein klares Handspiel vorausgegangen. Und das 2:1 war leider Abseits – ich glaube, das hat jeder gesehen.“ Gleichzeitig stellte er klar: „Ich will nicht jammern. Fehler können passieren, das muss man akzeptieren.“

„Zu viele hohe Bälle“ – Anerkennung für Puchenau und ein klarer Blick nach vorne

In seiner Analyse blieb der St.-Veit-Coach deutlich. „Wir wussten, dass wir Puchenau durch schnelle Kombinationen knacken können. Sie haben große Spieler in der Verteidigung, trotzdem haben wir zu oft hohe Bälle ins Zentrum gespielt“, sagte Fröhlich. Dort war Puchenau stark in der Luft, St. Veit verlor so „viele Bälle“, die Gäste kamen zu „zwei, drei guten Umschaltmöglichkeiten“. Insgesamt sei es „ein sehr intensives und eigentlich ausgeglichenes Spiel“ gewesen, „ein X wäre wahrscheinlich gerecht gewesen“. Dennoch zollte er Respekt: „Puchenau war eine der stärksten Mannschaften in den letzten Wochen und hat sich den Sieg verdient.“ Die Stimmung im Lager der Hausherren bleibt trotz der Niederlage positiv: „Wir haben im Frühling 24 Punkte geholt, haben ein klares Ziel und gehen die letzten drei Spiele konsequent an. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir nächste Woche wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.“

2. Klasse Nord-West: St. Veit i.M. : Puchenau - 1:2 (0:1)

  • 74
    Hamza Alnasr Allah 1:2
  • 58
    René Ölinger 1:1
  • 43
    Eigentor durch Simon Rauöcker 0:1