In der 2. Klasse Nord-West hat sich die Union Feldkirchen/Donau am Sonntagnachmittag mit 3:0 gegen den SK Kleinzell durchgesetzt. Neo-Trainer Stefan Schmidt sah einen Auftritt, in dem seine Mannschaft fast durchgehend das Kommando hatte, hinten wenig zuließ und vor allem rund um das 1:0 und das 2:0 vor der Pause die Weichen früh auf Sieg stellte.

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Schmidt musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er diesen Nachmittag einordnen wollte. „Wir haben sehr viele Spielanteile gehabt, nach vorne sehr gut gespielt. Der Gegner hatte keine Chance und wir waren immer am Drücker“, sagte der Feldkirchner Trainer. Genau dieses Bild zog sich aus seiner Sicht über die gesamte Partie. Feldkirchen hatte mehr vom Spiel, war das aktivere Team und ließ Kleinzell kaum einmal in eine Phase kommen, in der sich die Gäste hätten festsetzen können. Schon in der ersten Halbzeit war zu sehen, dass die Gastgeber das Spiel kontrollieren wollten. Auch nach der Führung hörte Feldkirchen nicht auf, sondern blieb weiter offensiv. Schmidt gefiel vor allem, dass seine Mannschaft mit Ball klar und mit der nötigen Konsequenz auftrat und den Gegner nie wirklich ins Spiel kommen ließ.
Der erste Treffer in der 20. Minute war für Schmidt mehr als nur das 1:0, denn er spiegelte genau das wider, was seine Mannschaft an diesem Tag zeigen wollte.„Das war ein super Angriff über die Mitte, dann über Albi Muharemi auf die Außenbahn. Er ist ins Eins-gegen-eins gegangen, hat den Gegenspieler ausgespielt und nach innen gespielt“, schilderte er die Szene. In der Mitte war Tobias Weinzierl zur Stelle und vollendete zur Führung. Kurz vor der Pause legte Feldkirchen dann entscheidend nach. Nach einem Chipball von Muharemi auf „Falki“ wurde dieser im Strafraum gefoult. Den anschließenden Strafstoß konnte der Gefoulte zunächst nicht verwerten, doch im Nachschuss brachte Florian Falkner den Ball zum 2:0 unter. Gerade diese Phase bezeichnete Schmidt als den wichtigsten Abschnitt des Spiels: „Wir haben ständig den Fokus auf den intelligenten Spielaufbau gehabt, das 1:0 gemacht und dann vor der Halbzeit gleich das zweite nachgelegt.“ Dass Tobias Weinzierl in der 85. Minute mit seinem zweiten Treffer noch auf 3:0 erhöhte, rundete den überzeugenden Auftritt an diesem Nachmittag ab.
So zufrieden Schmidt mit dem klaren Heimsieg war, ganz ohne Ansatzpunkt wollte er den Auftritt seiner Mannschaft dennoch nicht stehen lassen. Besonders positiv hob er zunächst das Defensivverhalten hervor. „Unser Tormann Oliver Kehrer war heute ein super Rückhalt und hat eine sehr gute Ausstrahlung gehabt“, sagte der Trainer. Das habe auch der Innenverteidigung geholfen, ruhig zu bleiben. Zudem lobte er das Abwehrverhalten auf den Außenbahnen, da man die gefährlichsten Offensivspieler der Gäste weitgehend aus dem Spiel genommen habe. Auch die erwarteten diagonalen Bälle auf die Flügel habe Feldkirchen gut im Griff gehabt, nicht zuletzt, weil man sich gezielt auf dieses Muster vorbereitet hatte. Gleichzeitig sprach Schmidt offen an, dass offensiv noch mehr möglich gewesen wäre. „Wir hätten mehrere Tore erzielen können“, sagte er und ergänzte: „Im Abschluss müssen wir noch ein bisschen eiskälter werden.“ Der 3:0-Sieg war für ihn deshalb verdient, zeigte aber zugleich, dass seine Mannschaft noch weiteres Potenzial ausschöpfen kann.
Am Gegner wollte der neue Coach die Partie trotz klarer Überlegenheit nicht kleinreden. Der SK Kleinzell habe sich bemüht und „solide gespielt“, meinte Schmidt. Weil seine Mannschaft defensiv jedoch sehr gut gestanden sei, seien die Gäste kaum zu nennenswerten Torchancen gekommen. Auch einzelne Schiedsrichterentscheidungen wollte er nicht größer machen als nötig. Unter dem Strich fiel sein Urteil ruhig aus: „Die Leistung von Referee Horvath war solide.“ Viel wichtiger ist für ihn ohnehin der weitere Verlauf dieser Saisonphase. Die Union Feldkirchen bleibt mit 23 Punkten auf Rang drei. Entsprechend klar fiel seine Ansage für die kommenden Wochen aus: „Wir denken von Spiel zu Spiel. Was die anderen machen, ist uns egal. Wir müssen einfach unsere Hausaufgaben machen und natürlich die direkten Duelle gewinnen.“ Damit war nach dem souveränen 3:0 auch die Richtung für die kommenden Wochen vorgegeben. Schmidt brachte die Einstellung seiner Mannschaft abschließend auf den Punkt: „Wir sind wach! Wir sind heiß! Und meine Mannschaft muss nicht – sie will!“