Der SV Losenstein überwintert in der 2. Klasse Ost mit 18 Punkten auf Tabellenrang 7 und blickt auf eine insgesamt einigermaßen zufriedenstellende Herbstsaison zurück. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Schmidthaler präsentierte sich vor allem defensiv gefestigt und kassierte in der Hinrunde lediglich 18 Gegentore. Offensiv stehen 21 erzielte Treffer zu Buche, womit man im Vergleich zu den vor dem SV platzierten Teams noch Steigerungspotenzial sieht.
Sektionsleiter Jörg Herzog zieht eine differenzierte Bilanz. „Grundsätzlich wollten wir natürlich ein Stück weiter vorne sein“, hält er offen fest, zeigt sich im Vergleich zur Vorsaison aber dennoch zufriedener. „Wir haben besonders die Derbys im Herbst besser gestaltet als im letzten Jahr. Die Nachbarschaftsduelle sind bei uns im Ennstal natürlich sehr wichtig.“ Was letztlich eine noch bessere Platzierung verhinderte, war vor allem die fehlende Konstanz. „Wir haben es einfach nicht geschafft, eine richtige Serie hinzulegen“, so Herzog.
In einer Phase der Hinrunde reagierte der Verein intern. „Mittendrin hat es eine kleine Krisensitzung gegeben. Da haben wir klar angesprochen, dass die Führungsspieler wieder mehr Verantwortung übernehmen und vorangehen müssen.“ Die Reaktion darauf sei spürbar gewesen, die Leistungen stabilisierten sich, auch wenn der ganz große Sprung nach vorne ausblieb.
Die Zahlen unterstreichen die Entwicklung. Mit nur 18 Gegentoren zählt der SV Losenstein defensiv zu den besten Teams der Liga. „Unser Defensivverhalten ist sicher nicht schlecht“, bestätigt Herzog. „Wir haben nur ein einziges Mal fünf Gegentore bekommen, grundsätzlich stehen wir recht kompakt.“ Gleichzeitig ist man sich bewusst, dass offensiv noch mehr möglich wäre. Die 21 erzielten Tore reichen zwar für einen soliden Mittelfeldplatz, lassen aber im Vergleich zur Konkurrenz an der Tabellenspitze noch Luft nach oben.
Für die Rückrunde formuliert der Verein eine klare, aber realistische Zielsetzung. „Unter die Top fünf möchten wir schon kommen“, sagt Herzog ohne Umschweife. Zwei Plätze nach vorne sollen es mindestens werden, ohne dabei unrealistische Erwartungen zu schüren. „Viel weiter hinauf wird es vermutlich nicht gehen, aber die Top fünf sind definitiv unser Ziel.“
Personell setzt der SV Losenstein auf Kontinuität. Der Kader bleibt weitgehend unverändert, lediglich ein junger Spieler wird aufgrund von Knieproblemen vorerst pausieren. Dieser wird aber voraussichtlich im Laufe der Frühjahrssaison wieder einsteigen. „Die Mannschaft bleibt zusammen und wir können auf unser eingespieltes Gerüst bauen“, erklärt Herzog.
Die Vorbereitung auf das Frühjahr läuft bereits. „Wir haben am Montag mit rund 25 Spielern die erste Einheit absolviert“, berichtet der Sektionsleiter. Am Wochenende folgt ein gemeinsames Teamevent, es geht zum Eisstockschießen in die Losensteiner Stockhalle. Geplant sind sieben Vorbereitungsspiele, zudem reist der gesamte Kader – Kampfmannschaft und Reserve gemeinsam – Ende Februar/Anfang März für fünf Tage ins Trainingslager nach Medulin/Kroatien. „Wir sind mit 36 Mann unterwegs und werden dort sieben Einheiten absolvieren“, so Herzog.