Spielberichte

David Zehetner (Trainer ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors): "Trotz Unterzahl den Sieg geholt"

Sattledt Juniors
ASV Bewegung Steyr

In der 2. Klasse Ost lieferte der ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors gegen den ASV Mayr Bau Bewegung Steyr ein 3:2, in dem vieles drin war: Blitzstart, 2:0-Pausenführung, Ausgleich nach Unterzahl – und ein später Elfmeter zum Heimsieg. „Wir haben trotz einer roten Karte und dem 2:2 noch den Siegestreffer gemacht“, sagte Trainer David Zehetner, der neben starker Mentalität auch die Konterqualität lobte – und zugleich anmahnte: „Wenn wir unsere Aktionen besser ausspielen, entscheiden wir es früher.“

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühstart und 2:0 zur Pause: Sattledt nutzt die Räume

Die Juniors erwischten einen Traumstart. Nach nicht einmal zwei Minuten staubte Moumini Bance nach einem Eckball ab – 1:0 (2.). „Wir sind nach ein, zwei Minuten in Führung gegangen. Nach einem Eckball hat Moumini Bance den Abpraller genutzt“, schilderte Zehetner den Auftakt. Danach blieb die Partie über weite Strecken ausgeglichen, doch Sattledt fand immer wieder Platz zum Umschalten. „Wir hatten viele Konterchancen und hätten das 2:0 nachlegen können. Am Ende des Tages waren wir nicht wirklich besser“, blieb der Coach geerdet. Kurz vor der Pause fiel das wichtige 2:0: Yusuf Oguz traf in Minute 44, mit diesem Polster ging es in die Kabinen (HZ 2:0). „Das 2:0 war ein Punkt, wo ich in der Halbzeit gesagt habe: Wir sind drin, jetzt müssen wir nur abliefern und die Null halten“, so Zehetner.

Unterzahl, Ausgleich – und der Strafstoß zum 3:2

Nach der Pause kam Bewegung Steyr rasch heran. Anes Kaltak stellte in der 49. Minute auf 2:1, und Zehetner ärgerte sich vor allem über die Entstehung: „Wir haben durch einen Eigenfehler das 2:1 bekommen. Sonst wäre nicht viel angebrannt.“ Kurz darauf wurde es heikel: Sattledt kassierte eine rote Karte – eine Szene, die der Trainer differenziert sah. „Die rote Karte kann man geben, muss man aber nicht. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl gibt man sie nicht, es gab keine Beleidigung“, erklärte er, um zugleich zu betonen: „Grundsätzlich war der Schiedsrichter sehr gut in seinen Entscheidungen.“ Steyr nutzte die Phase und glich durch Burak Demir in Minute 79 zum 2:2 aus. Doch die Hausherren antworteten. Nach einem klaren Foul im Strafraum verwandelte erneut Yusuf Oguz den fälligen Elfmeter zum 3:2 (83.). „Der Elfer war klar, und wir haben ihn gemacht – das war der Knackpunkt“, atmete Zehetner durch.

Konterstärke, Baustellen und der Blick nach vorne

Auch wenn der späte Siegtreffer die Geschichte des Abends schrieb, blieb Zehetner in seiner Analyse konkret. „In unseren Konteraktionen konnten wir heute viel Gefahr erzeugen – da hätten wir noch mehr Tore machen können“, sagte er. Gleichzeitig benannte er die Hausaufgaben: „Wir müssen unsere Aktionen besser ausspielen. Dann entscheiden wir das Spiel früher. Und defensiv so stehen, dass wir die zwei Gegentore nicht bekommen.“ Den Gegner würdigte er fair: „Durch das 2:1 ist Bewegung Steyr zurückgekommen, hatte wieder Selbstvertrauen und hat auf das 2:2 gedrückt. Positiv: Sie haben sich zurückgekämpft.“ Unterm Strich überwog beim Trainer aber der Stolz auf die Mentalität. „Es ist nicht positiv, dass wir wieder in Unterzahl waren, aber wir haben weitergekämpft und trotzdem gewonnen. Das war heuer schon zum zweiten, dritten Mal so – irgendwann ist es einfach Kampfgeist.“

Sportlich trägt es Früchte: Laut aktuellem Liga-Stand rangiert Steyr bei 33 Punkten, Sattledt bei 32 – der Abstand ist knapp, der Trend spricht für die Juniors. „Es ist der zweite Sieg in Serie. Wir sind in der Rückrunde gut angekommen und denken von Woche zu Woche“, blickt Zehetner zuversichtlich voraus.

2. Klasse Ost: Sattledt Juniors : Bewegung Steyr - 3:2 (2:0)

  • 83
    Yusuf Oguz 3:2
  • 79
    Burak Demir 2:2
  • 49
    Anes Kaltak 2:1
  • 44
    Yusuf Oguz 2:0
  • 2
    Moumini Bance 1:0