In der 20. Runde der 2. Klasse Süd-West feierte der SV HAI Schalchen JUNIORS einen 3:2-Derbyerfolg bei der SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b – nach 0:2 zur Pause. Sportchef Robin Forthuber sprach von einem müden Beginn, einem wichtigen Anschluss kurz nach der Pause und großem Zusammenhalt: „Wir haben das Spiel verdient gedreht.“ Entscheidend trafen Simon Erkner, Oscar Armadi und am Ende Luca Haller, während Valentin Wolf vor der Pause doppelt zuschlug.

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Die ersten Minuten hatten etwas von Abtasten und Ungenauigkeit. „Anfangs war es ein sehr müdes und zerfahrenes Spiel“, schilderte Robin Forthuber die zähe Eröffnung des Derbys. In diese Phase hinein nutzte Pfaffstätt/Munderfing 1b zwei Gelegenheiten konsequent: Valentin Wolf traf in Minute 20 zum 1:0 und legte nur vier Minuten später das 2:0 nach. „Nach zwei Toren der Pfaffstädter sah es eher so aus, als könnten sie den Derbysieg verbuchen“, so Forthuber. Zur Halbzeit stand damit ein klares 0:2 aus Sicht der Gäste – auch, weil die Juniors ihren eigenen Anspruch noch nicht auf den Platz brachten. Forthuber hielt fest: „Wir wussten, dass wir die bessere Mannschaft sind, konnten das allerdings in der ersten Halbzeit nicht unter Beweis stellen.“
Aus der Kabine kamen die Juniors mit völlig anderer Energie. „Wir sind fulminant aus der Kabine gekommen“, beschrieb Forthuber die Reaktion seines Teams. Der schnelle Anschluss war für ihn der Knackpunkt: „Ich denke, das 1:2 nach der Halbzeit war entscheidend. Wenn wir das nicht geschossen hätten, hätten wir das Spiel nicht mehr drehen können.“ In der 56. Minute verkürzte Simon Erkner auf 1:2 und gab den Gästen sichtlich Rückenwind. Schalchen blieb am Drücker, suchte entschlossen den Ausgleich – der in Minute 71 durch Oscar Armadi gelang. Pfaffstätt/Munderfing 1b kam nun seltener nach vorne, während die Juniors weiter auf den Sieg spielten. Belohnt wurde dieser Mut spät, aber passend zur zweiten Hälfte: In der 89. Minute traf Luca Haller zum 3:2 und machte die komplette Wende perfekt. „Wir konnten das Spiel relativ verdient zu einem Sieg für uns drehen“, fasste Forthuber den Verlauf zusammen.
Weshalb drehte Schalchen das Spiel trotz des 0:2-Pausenrückstands? Forthuber musste nicht lange überlegen: „Zusammenhalt. Zusammenhalt bis ans Ende des Spiels.“ Die Mannschaft rückte nach der Pause enger zusammen, arbeitete füreinander und blieb geduldig – damit zahlte sich die Überzeugung aus, das Derby noch zu kippen. Gleichzeitig blieb der sportliche Leiter selbstkritisch. „Wir müssen von Anfang an konzentrierter agieren und die PS früher auf die Straße bringen“, sagte er. Der Plan sei klar: Das Level der zweiten Halbzeit künftig von Minute eins an abrufen, Chancen konsequent nutzen und sich nicht wieder in eine so heikle Ausgangslage bringen. Der Derbyerfolg soll Rückenwind geben, aber auch Mahnung sein, den Start nicht zu verschlafen.
Bei allem Jubel fand Forthuber auch anerkennende Worte für den Gegner. „Die Nummer sieben, Valentin Wolf, war gut und konnte durch seine individuelle Klasse zwei Tore machen. Ansonsten war Pfaffstätt eher chancenarm“, meinte er zur Heimelf, die nach starkem Beginn in der zweiten Hälfte kaum mehr durchkam. In der Tabelle halten die SV HAI Schalchen JUNIORS nach 20 Runden bei 29 Punkten und Platz sieben, Pfaffstätt/Munderfing 1b bei 23 Zählern auf Rang zehn. Der Auftrag für die kommenden Wochen ist damit formuliert: „Das Wichtigste ist nun, den Aufschwung mitzunehmen und den Derbysieg dementsprechend zu feiern.“