Spielberichte

SPG Grünau/Pettenbach 1b – Patrick Bammer: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“

ASKÖ Ebensee
Grünau/Pettenbach 1b

Bei SPG Grünau/Pettenbach 1b herrscht nach dem 0:0 bei ASKÖ Ebensee in der 2. Klasse Süd vor allem Zufriedenheit mit der Geschlossenheit einer extrem jungen Truppe. Trainer Patrick Bammer sprach von einem gerechten Remis und betonte, dass seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Ball hatte, während der Gegner die zwingenderen Möglichkeiten vorfand. Das torlose Ergebnis passt für ihn zum Bild eines intensiven, körperbetonten Duells, in dem seine Elf defensiv reif auftrat, nach vorne aber erneut der letzte Punch fehlte. Zugleich hob Bammer den Ausbildungscharakter der 1b-Auswahl hervor und blickt – trotz mehrerer Langzeitausfälle – zuversichtlich auf die kommenden Wochen, in denen die zuletzt holprige Vorbereitung in Fitness und Stabilität münden soll.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Ballbesitz auf Seiten der Gäste, Abschlüsse bei Ebensee

In seiner Einordnung hielt Bammer fest: „Wir hatten sicher mehr Spielanteile, aber die Chancen hatte Ebensee, nicht wir.“ Strittig blieb eine Szene im Strafraum der Gastgeber: „Es gab vielleicht eine strittige Elfmetersituation für uns – kann man geben, muss man nicht.“ Auf der Gegenseite fehlten den Ebenseern Zentimeter: „Dafür hat Ebensee einmal die Latte getroffen.“

Unterm Strich blieb es ein intensives Duell mit klarer Zweikampfhärte, in dem sich beide Seiten den Punkt verdienten.

Defensive Stabilität, fehlende Durchschlagskraft

Taktisch zeigte sich der Coach mit der Umsetzung seiner Ideen zufrieden – mit einer klaren Einschränkung im letzten Drittel: „Wir stehen hinten extrem sicher. Im Mittelfeld sind wir auch sehr stark. Unser Problem ist der Sturm – wir schießen keine Tore. Der letzte Pass kommt nicht an, da sind wir noch zu unerfahren.“ Perspektivisch wünscht er sich mehr Optionen ganz vorne: „Wenn wir den einen oder anderen Stürmer hätten, würde das sicher besser ausschauen. Insgesamt bin ich mit der Umsetzung sehr zufrieden – bis auf: Wir schießen keine Tore.“

Sehr junges Team, harte Ebensee-Schule und klare Ziele

Der bewusst eingeschlagene Jugendkurs prägt das Profil der 1b: „Wir spielen mit einer sehr jungen Mannschaft.“ Einzelkritik vermeidet der Coach: „Ich möchte niemanden hervorheben, weil alle sehr gut gespielt haben und alles gegeben haben. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Der Gegner hinterließ Eindruck: „Ebensee ist ein schwieriger Gegner. Sie spielen sehr körperbetont, sehr hart – für unsere jungen Spieler ist das ein bisschen Neuland. Warum sie da hinten drinnen sind, verstehe ich nicht.“ Personell muss die 1b mehrere Rückschläge verkraften: Ein Spieler fällt wahrscheinlich die ganze Saison aus, zudem fehlen nach Kreuzbandrissen aus dem Vorjahr weitere Akteure. Trotzdem bleibt der Blick nach vorn: „Von dem her mache ich mir keine Sorgen. Jetzt schon langsam werden alle wieder fit.“ Das Programm ist klar umrissen: „Unser Ziel ist es, mit unseren jungen Spielern zu arbeiten und jedes Jahr ein bis zwei Spieler in die Landesliga zu bringen, in unsere KM. Wenn wir unter die ersten sechs, sieben kommen, sind wir zufrieden.“