In der 2. Klasse Süd hat SV JARAFLEX Aurach die Saison auf Rang vier und mit 45 Punkten abgeschlossen. Trainer Jörg Kiefer zieht deshalb eine insgesamt positive Saisonbilanz, richtet den Blick aber klar auf ein altes Thema. Während die Rückrunde aus seiner Sicht gut funktioniert hat, soll der Verein diesmal vor allem den Herbst stabiler und erfolgreicher gestalten als in den vergangenen Jahren.

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Kiefer macht keinen Hehl daraus, dass er die vergangenen Monate nicht an einem einzelnen Wochenende festmacht, sondern an der Entwicklung über längere Zeit. Der vierte Platz in der Abschlusstabelle passt zu dieser Einordnung. Vor allem das Frühjahr wertet der Trainer positiv. "Die Rückrunde hat sehr gut funktioniert", sagt Kiefer. Auch der Blick auf die Schlussphase der Saison stützt diese Sicht. SV JARAFLEX Aurach gewann bei Grünau/Pettenbach 1b und beim FC ASKÖ Pinsdorf. Gegen ASKÖ Raika Gosau kam noch ein 1:1 dazu. Die Niederlagen gegen TSV Timelkam und den späteren Meister FC Altmünster änderten nichts mehr daran, dass Aurach mit 45 Punkten in der oberen Tabellenhälfte blieb. Gleichzeitig spricht Kiefer aber genau den Punkt an, der ihn schon länger beschäftigt. "Verbesserungspotenzial haben wir definitiv nach der Sommerpause in der Hinrunde, da wir dort immer sehr viele Punkte liegen lassen." Genau dort soll diesmal angesetzt werden, weil aus einer guten Rückrunde nur dann mehr werden kann, wenn auch der Start in die neue Saison besser gelingt.
Auch abseits des Platzes setzt der Verein auf Kontinuität. "Das Trainerteam bleibt Gott sei Dank beisammen", sagt Kiefer, der darin eine wichtige Grundlage für die kommende Saison sieht. Einen großen Umbruch kündigt er nicht an, ganz ohne Veränderungen geht es im Sommer aber nicht. Willi Ringer hat den Verein verlassen. Dazu wechselte ein Tormann. Außerdem wurden die Leihen nicht verlängert. Über mögliche Neuzugänge wollte Kiefer noch nicht sprechen, weshalb sich im Moment vor allem das Bild einer Mannschaft ergibt, die ihren Kern behalten und punktuell angepasst werden soll. Auch die personelle Lage bewertet der Trainer ruhig. Nach seinem Stand gibt es aktuell keine verletzten oder angeschlagenen Spieler. Der Trainingsstart ist für Montag, den 6. Juli, angesetzt, und genau dort soll die Arbeit an einem besseren Herbst beginnen.
Einen besonderen Blick richtet Kiefer auf die jungen Spieler im Kader. Dort erkennt er einen Bereich, der dem Verein in den vergangenen Monaten viel gebracht hat und in Zukunft noch wichtiger werden soll. "Die jungen Spieler haben eine sehr gute Entwicklung gemacht", sagt der Trainer. Ganz ohne Nachsatz lässt er das aber nicht stehen. "Sie müssen im Privaten noch ein bisschen mehr an der Spielvorbereitung arbeiten." Gemeint ist damit weniger eine einzelne Partie als vielmehr die tägliche Haltung rund um Training und Spieltag. Genau diese Mischung aus Entwicklung und Anspruch zieht sich durch seine gesamte Bilanz. "Wir blicken auf eine erfolgreiche erste Jahreshälfte zurück und wollen auch die zweite Jahreshälfte dieses Mal besser gestalten als die letzten drei Jahre." Beeindruckt haben ihn zuletzt vor allem der klare Meister FC Altmünster und TSV Timelkam. Für Aurach ist das kein bloßer Blick auf andere Vereine, sondern eher ein Maßstab: Der vierte Platz ist eine ordentliche Ausgangsposition, der nächste Schritt soll jetzt über mehr Konstanz nach der Sommerpause kommen.