Nach Platz drei in der 2. Klasse Süd geht der TSV Timelkam ohne großen Umbruch in die neue Saison. Fünf Siege in den letzten fünf Spielen haben den starken Schlussspurt unterstrichen, nun soll das Team erneut im oberen Bereich mitmischen. „Für den TSV Timelkam ist die Saison an und für sich sehr gut verlaufen“, sagt Sektionsleiter Alexander Kösters im Gespräch mit Ligaportal. Der Verein sieht sich in seiner stabilen Entwicklung bestätigt, weiß aber auch, an welchen Punkten noch gearbeitet werden muss.

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Die vergangene Saison bewertet man in Timelkam insgesamt positiv. Der dritte Platz entsprach am Ende auch der eigenen Einschätzung, weil die beiden Spitzenteams laut Kösters schon früh enteilt waren. „Ich glaube, die ersten zwei Mannschaften haben schon in der Hinrunde zu viel Vorsprung gehabt, um da noch ranzukommen“, sagt der Sektionsleiter. Dahinter hielt sich die Mannschaft aber konstant im Vorderfeld und schob sich mit einer starken Schlussphase noch auf Rang drei.
Gerade dieser Endspurt zeigt gut, wie Timelkam die Saison erlebt hat. In der Tabelle bewegte sich das Team lange zwischen den Rängen vier und sechs, zum Abschluss gelangen dann noch fünf Siege in Serie. Kösters hebt vor allem die zweite Saisonhälfte hervor: „Zumindest in der zweiten Saisonhälfte haben wir teilweise ganz, ganz guten Fußball gespielt.“ Der dritte Platz war damit kein Ausreißer, sondern das Ergebnis einer Entwicklung über mehrere Monate.
Im Kader setzt der Verein bewusst auf Beständigkeit. „Im Prinzip bleibt der Kader so bestehen“, sagt Kösters. Der Großteil der Mannschaft bleibt zusammen, dazu kommen mit Nermin Jahic und Eldar Sahbegovic zwei neue Offensivspieler. Beide sollen auf den Außenbahnen oder im Sturm zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Verlassen hat den Verein Gergö Olajos, außerdem legt ein weiterer Spieler eine Pause ein.
Ein längerfristiges Thema gibt es dennoch. Im letzten Heimspiel riss sich ein Spieler das Kreuzband und fällt damit auf längere Sicht aus. Laut Kösters steht die Operation in zwei Wochen an. Auch unabhängig davon wäre sein Einsatz wegen seiner persönlichen Situation nur noch eingeschränkt möglich gewesen, sportlich bleibt der Ausfall aber ein Rückschlag.
Nicht nur im Kader, auch rund um die Mannschaft bleibt vieles unverändert. Trainer, Reservetrainer, Co-Trainer, Tormann-Trainer und Betreuerstab arbeiten in derselben Konstellation weiter, ebenso die sportliche Leitung. „Wir versuchen hier auf Kontinuität zu setzen“, sagt Kösters. Nach der stabilen Saison ist das in Timelkam ein bewusster Weg.
Inhaltlich soll die Vorbereitung nun dort ansetzen, wo Kösters noch Luft nach oben sieht. Im Mittelpunkt stehen bessere Abläufe im Spiel, vor allem aber ein schnelleres Umschalten. „Wir müssen gewisse Abläufe verbessern, schneller umschalten und mehr Körperlichkeit auf den Platz bringen“, formuliert er die Schwerpunkte. Timelkam will also nicht alles neu erfinden, sondern die Basis der vergangenen Saison weiter schärfen.
Bei den Zielen bleibt der Verein bewusst ambitioniert, ohne sich auf eine starre Vorgabe festzulegen. Das Minimalziel ist das obere Drittel der Liga, nach Rang drei darf es aber durchaus wieder in diese Regionen gehen. „Wenn man Dritter wird, sollte man schon versuchen, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Kösters. Gleichzeitig verweist er auf neue Gegner und mögliche Veränderungen in der Liga, die eine genaue Einschätzung erschweren.
Der TSV setzt damit weiter auf eine eingespielte Mannschaft, punktuelle Verstärkung im Angriff und die Stärken aus dem Frühjahr. Das Gerüst bleibt, dazu kommen neue Optionen nach vorne. „Wir versuchen natürlich, das, was wir geschafft haben, auf jeden Fall zu wiederholen“, sagt Kösters. Nach dem dritten Platz ist das in Timelkam ein realistischer Anspruch.