2. Klasse West-Nord

Union St. Aegidi sucht weiter nach defensiver Stabilität – Verstärkungen sollen für mehr Punkte sorgen

Nach Rang zwölf in der Vorsaison wollte die Union St. Aegidi im Herbst den nächsten Schritt machen. Mit 14 Punkten und Tabellenplatz zehn ist das Team von Trainer Daniel Schmidhuber zwar im unteren Mittelfeld der 2. Klasse West-Nord angekommen, die große Baustelle blieb jedoch dieselbe: die Defensive. Mit 44 Gegentoren kassierte St. Aegidi ligaweit die meisten Treffer. Bester Torschütze war Legionär Marek Ufrla mit neun Toren.

„Unser Hauptziel haben wir klar verfehlt“

Die sportliche Leitung zieht eine ehrliche Zwischenbilanz. „Wir haben unsere Ziele absolut nicht erreicht“, sagt Sportchef Rudolf Roßgatterer offen. „Das Hauptaugenmerk war ganz klar, die Defensive zu stabilisieren. Dass wir am Ende wieder mit Abstand die meisten Gegentore in der Liga kassieren, tut natürlich weh.“ Besonders zwei Spiele schlagen dabei stark zu Buche. „Die hohen Niederlagen gegen Suben (1:8) und Grieskirchen Juniors (1:9) haben das Ganze noch einmal verschärft. Solche Ergebnisse reißen dir die Bilanz komplett auseinander.“ Trotz allem relativiert Roßgatterer: „Mit 14 Punkten ist es rein tabellarisch gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, wie viele Tore wir bekommen haben. Aber mit so einem negativen Torverhältnis kannst du einfach nicht weiter vorne stehen.“

Junge Mannschaft, gute Trainingsarbeit – aber Fehler am Spieltag

Intern hatte man sich für den Herbst einen Platz im Bereich sechs bis zehn vorgenommen. „Das war eigentlich das Ziel“, erklärt Roßgatterer. „Dass es für ganz vorne nicht reicht, war uns bewusst. Dafür sind wir einfach zu jung.“ Gerade darin sieht man aber auch Potenzial. „Wenn man sich die U24-Tabelle anschaut, sind wir Zweiter. Die Trainingsqualität ist sehr gut, die Trainingsbeteiligung passt, die Stimmung in der Mannschaft ist wirklich gut.“ Der Knackpunkt bleibt jedoch der Spieltag: „Wir bringen es einfach am Samstag oder Sonntag nicht konstant auf den Platz. Es sind immer wieder individuelle Fehler in der Defensive – und das wird dann sofort bestraft.“

Kaderbewegungen: Erfahrung für die junge Truppe

Im Winter kommt es zu Veränderungen im Kader. Fix ist ein Abgang: „Marek Macko geht zurück in die Slowakei“, bestätigt Roßgatterer. Auf der Zugangsseite setzt man bewusst auf Erfahrung. Neu dabei ist Berke Dede, der zuletzt pausiert hat. „Er war früher in Schrems in der Landesliga und ist jetzt beruflich nach Oberösterreich gezogen. Er soll uns mit seiner Routine helfen.“

Zudem kehrt ein alter Bekannter zurück: „Pavel Fris war vor rund zehn Jahren schon einmal bei uns. Er hatte damals eine schwere Verletzung. Jetzt ist er zwar Mitte 30, aber mit seiner Erfahrung kann er dieser jungen Mannschaft enorm helfen. Er ist Tscheche, spricht aber perfekt Deutsch und wird schnell eine wichtige Rolle einnehmen.“ Fast wie ein Neuzugang ist auch die Rückkehr von Gerald Breit. „Er ist im Herbst fast komplett ausgefallen und jetzt wieder fit. Das ist für uns eine enorme Verstärkung.“

Vorbereitung mit klarem Fokus

Die Vorbereitung läuft bereits. „Wir haben am 9. Jänner mit dem Training begonnen“, so Roßgatterer. Ende Februar wartet ein Trainingslager. „Vom 26. bis 28. Februar fahren wir nach Gnas in die Steiermark.“ Dazu kommen mehrere Testspiele, in denen vor allem eines im Mittelpunkt stehen soll: „Das klare Ziel für das Frühjahr ist, defensiv stabiler zu werden. Wenn wir weniger Gegentore bekommen, holen wir automatisch mehr Punkte. Genau dort müssen wir ansetzen.“