Die Union Raiffeisen Prambachkirchen hat den Abstieg in die 2. Klasse West-Nord sportlich eindrucksvoll beantwortet. Das Team von Trainer Bela Hegedüs, der die Mannschaft erst im September übernommen hatte, krönte einen starken Herbstdurchgang mit 32 Punkten und dem klaren Herbstmeistertitel. Der Vorsprung auf Verfolger Suben beträgt bereits sieben Zähler, das Torverhältnis von 39:20 unterstreicht die offensive Durchschlagskraft.
Sportlich Verantwortliche und Umfeld zeigen sich entsprechend zufrieden. Der sportliche Leiter, Hannes Gruber, spricht von einem rundum gelungenen Herbst: Der Abstieg habe sich zwar unglücklich erst am letzten Spieltag der Vorsaison ergeben, das Ziel Wiederaufstieg sei aber von Beginn an klar gewesen. Gerade um junge Leistungsträger langfristig im Verein zu halten, sei ein rascher Wiederaufstieg wichtig. Bemerkenswert: Der Erfolg beschränkte sich nicht nur auf die Kampfmannschaft. Auch die Reserve wurde Herbstmeister, dazu feierten mit der U15 und U12 zwei Nachwuchsteams den Herbsttitel – ein starkes Signal für die gesamte Vereinsentwicklung.
Mitten im Herbst kam es dennoch zu einer personellen Änderung. Trainer Bojan Markovic verließ den Verein aus beruflichen Gründen Richtung Spanien. „Das war ungeplant“, erklärt Gruber, betont aber, dass der Übergang reibungslos verlief. Mit Bela Hegedüs habe man rasch einen sehr erfahrenen Trainer gefunden, der sowohl menschlich als auch fachlich hervorragend zur Mannschaft passe. Gleichzeitig betont Gruber auch die gute Arbeit von Markovic und zeigt sich mit beiden Lösungen sehr zufrieden. Der Trainerwechsel hatte jedenfalls keinen negativen Einfluss auf die sportliche Performance – im Gegenteil: Die Mannschaft blieb stabil und marschierte weiter Richtung Tabellenspitze.
Prambachkirchen stellte im Herbst eine der gefährlichsten Offensiven der Liga. Allen voran das treffsichere Duo Richard Öberseder (14 Tore) und Jürgen Erlinger (10 Tore) sorgte regelmäßig für Tore. Dass der Angriff funktioniert, zeigte sich auch im ersten Testspiel der Vorbereitung, das gegen Hofkirchen/Trattnach mit 2:1 gewonnen wurde.
An den Zielsetzungen hat sich nichts geändert. Der Wiederaufstieg bleibt das erklärte Saisonziel. „Wenn man vorne ist, will man natürlich auch bis zum Schluss vorne bleiben“, hält Gruber fest. Gleichzeitig verweist er auf die langfristige Perspektive: Nachhaltige Vereinsarbeit, Stabilität und die Weiterentwicklung der eigenen Strukturen sollen nicht aus dem Blick geraten.
Im Winter wurde der Kader punktuell angepasst. Abgänge gab es mit Dominik Lehner (zu St. Marienkirchen/Wallern 1b) sowie Trainer Markovic. Dem gegenüber stehen mehrere Neuzugänge:
• Gergely Balazs (Union Diersbach)
• Kristian Pronteker (SK Gallspach)
• Alexander Viehböck (zuletzt SV Aschach/Donau)
• Edin Demiri (SK Gallspach)
Der Fokus lag dabei vor allem auf der Defensive. Hintergrund ist der langfristige Ausfall von Maximilian Wolfsteiner, der sich einen Kreuzbandriss zuzog. „Das tut natürlich sehr weh“, so Gruber. Mit den Neuzugängen habe man aber bewusst auf Breite und Variabilität gesetzt, um in allen Mannschaftsteilen gut gerüstet zu sein.
Der Trainingsstart erfolgte am 23. Jänner mit einer lockeren Einheit, seitdem wird dreimal pro Woche trainiert, ergänzt durch wöchentliche Testspiele. Auf ein klassisches Trainingslager verzichtet der Verein heuer bewusst. Stattdessen ist Mitte Februar ein intensives Trainingswochenende von Donnerstag bis Samstag geplant, mit vier bis fünf Einheiten zur gezielten Vorbereitung auf den Frühjahrsstart.