Für Johann Haslinger, Trainer des SV Schwarzmüller Freinberg, fühlte sich das Auswärtsspiel bei Union Suben in der 2. Klasse West-Nord lange ausgeglichen an. Seine Mannschaft hatte früh nach einem Freistoß die erste Möglichkeit, kassierte kurz darauf jedoch nach einer Ecke den Rückstand und lag zur Pause 0:1 hinten (Torschütze: Vincenc Peroutka). Nach Wiederbeginn pendelte die Partie eine Zeit lang zwischen den Sechzehnern, ehe das 0:2 (Torschütze: Jakob Höllinger) fiel – aus seiner Sicht in einem Moment, in dem Freinberg gerade Oberwasser hatte. Insgesamt zeigte er sich zufrieden, hob die fair geführten, intensiven Zweikämpfe hervor und sprach von einer unaufgeregten Leitung.

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Nach dem Seitenwechsel, so Haslingers Eindruck, „waren die ersten 15 bis 20 Minuten wiederum zwischen den Sechzehnern – auf Augenhöhe“. Der zweite Gegentreffer veränderte die Statik: „Völlig überraschend dann das 0:2 (Torschütze: Jakob Höllinger), da wir zu diesem Zeitpunkt eher die Oberhand bekommen hatten.“ Für die Tore der Gastgeber zeichneten Vincenc Peroutka und Jakob Höllinger verantwortlich. Trotz des Ergebnisses blieb sein Fazit positiv: „Grundsätzlich mit dem Spiel zufrieden. Sehr faire Partie, gute Zweikämpfe.“
Haslinger erinnerte mehrere Schlüsselszenen: „Die Topchance unsererseits war in der 40. Minute, der Tormann war bereits geschlagen und ein Verteidiger konnte gerade noch auf der Linie retten.“ Gefahr entstand zudem nach ruhenden Bällen: „Eine weitere Torchance war ein Freistoß, den der Tormann mit einer guten Aktion klären konnte.“ Beinahe fiel auch der Ausgleich per Kopf: „Ein weiterer Kopfball, den man schon im Netz gesehen hat, ging knapp über die Latte.“ Sein Fazit: „Das Chancenverhältnis war meiner Meinung nach gleich, vielleicht hatte Suben die eine oder andere Möglichkeit mehr.“ Standards spielten eine zentrale Rolle: „Das 0:1 fiel nach einer Ecke – Torschütze: Vincenc Peroutka. Eckbälle und andere Standards waren beim Gegner sehr gut geführt – aber auch wir hatten aus Standards sehr gute Möglichkeiten.“
Taktisch sah Haslinger vieles vom Plan umgesetzt: „Unsererseits wurde versucht, flaches Aufbauspiel aus der Defensive mit hohen Bällen zu kombinieren.“ Der Gegner habe „überwiegend mit hohen Bällen in die Spitze“ agiert, um Freinbergs Abwehr zu überspielen. Auch intern stimmte die Umsetzung: „Grundsätzlich ja, wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Feilen müssen wir noch am Spiel in die Tiefe, um die Stürmer endgültig richtig einzusetzen und zum Abschluss zu kommen.“ Die Partie war intensiv, aber fair: „Es wurden sehr gute, harte Zweikämpfe geführt, aber nie unfair. Der Schiedsrichter musste wenig eingreifen – das eine oder andere Foul gehört zum Fußball.“ Für die nächsten Aufgaben bleibt die Marschrichtung klar: „Wir wollen den Gegner weiter früh unter Druck setzen, vertikal in die Tiefe spielen und das genaue Passspiel hinter die Verteidigung forcieren, um häufiger zum Abschluss zu kommen.“