Ernüchterung und klare Worte nach dem Abpfiff: Für Ramush Gashi, Co-Trainer von Union Raiffeisen Prambachkirchen, blieb die Vorstellung seiner Mannschaft im Auswärtsspiel bei Union St. Aegidi deutlich hinter dem eigenen Anspruch. Der Tabellenführer in der 2. Klasse West-Nord nahm am Ende einen „sehr glücklich gewonnenen Punkt“ mit: „Der Gegner hätte sich sicher mehr verdient.“ Zugleich fordert Gashi eine klare und sofortige Reaktion seiner Mannschaft.

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Gashi sparte nicht mit Selbstkritik. „Wir waren überhaupt nicht anwesend im Spiel.“ Er sprach von zahlreichen Ballverlusten im Zentrum, Problemen in der Restverteidigung und einer fehlenden Körpersprache: „Von der ganzen Mannschaft war es keine gute Leistung – weder in der Körpersprache noch in der Einstellung.“ Sein Fazit zur ersten Hälfte: „Der Gegner war in allen Bereichen besser als wir.“ Klare Topchancen blieben vor der Pause aus: „In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keine.“
Zur Pause lag Prambachkirchen 0:2 zurück: In der 44. Minute traf Rudolf Roßgatterer, in der 45. Minute erhöhte Raphael Lindorfer – beide nach Eckbällen, wie Gashi betonte. „Wir wussten, dass sie bei Standards gefährlich sind, aber die Zuordnung hat nicht gepasst.“ Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich Prambachkirchen ins Spiel zurück und glich durch den Doppelpack von Manuel Eichinger (74., 82.) zum 2:2 aus. In der 82. Minute sah zudem Jiri Smetana auf Seiten von St. Aegidi Rot. Dass es überhaupt zur Aufholjagd kommen musste, führt Gashi auf die schwache erste Halbzeit zurück: „Diese Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, haben wir vor der Pause überhaupt nicht umgesetzt.“
Im Kern geht es Gashi um Haltung, Konstanz und Anspruch. „So kann man sich nicht als Tabellenführer präsentieren.“ Dieser Status mache sein Team zur Zielscheibe: „Einen Tabellenführer will jeder schlagen.“ Entsprechend die Marschroute: „Wir müssen Spiel für Spiel schauen, Woche für Woche.“ Der Appell ist eindeutig: harte Arbeit, Leistungssteigerung und die Rückkehr zu einer Topleistung in jedem Spiel – auch, weil die Konkurrenz im Aufstiegsrennen nicht schläft. „Wir müssen jetzt konstante, gute Leistungen in den nächsten Wochen und Monaten liefern, sonst erreichen wir unser Ziel, den Aufstieg, nicht.“