Im Duell zwischen Union St. Aegidi und SV Grieskirchen Juniors in der 2. Klasse West-Nord stellte Trainer Daniel Schmidhuber die Entwicklung seines Teams in den Vordergrund: Seine Elf zeigte eine taktisch disziplinierte Leistung mit zahlreichen Chancen, während die Gäste phasenweise mehr Ballbesitz verbuchten. Strittige Szenen – etwa eine mögliche rote Karte wegen Torraubs in der Anfangsphase – wurden sachlich hingenommen, die Grundstimmung blieb trotz ausgelassener Möglichkeiten positiv und lösungsorientiert.

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Schmidhuber ordnete die Partie als taktisch geprägtes Duell mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten ein – ein starkes Niveau für diese Klasse. Bereits nach rund zehn Minuten sorgte ein guter Freistoß der Gastgeber und eine umstrittene Situation für Gesprächsstoff; der Schiedsrichter bewertete sie jedoch anders, womit St. Aegidi leben musste. Das Chancenplus der Hausherren in der ersten Stunde blieb vorerst ungenützt, zur Pause stand es folgerichtig 0:0 – ein Ergebnis, das das enge Kräfteverhältnis trotz vieler Abschlüsse treffend widerspiegelte.
„Grieskirchen hatte mehr Ballbesitz und ließ uns viel laufen, die klareren Möglichkeiten hatten zunächst aber wir“, resümierte der Coach. Der Matchplan zahlte sich unmittelbar nach Wiederbeginn aus: In der 48. Minute stellte Marek Ufrla auf 1:0 und gab St. Aegidi Rückenwind. Die Juniors blieben mit ihrem langen Ballbesitz jedoch präsent – und drehten die Partie in der Schlussphase: Adem Hasanbegovic traf in der 77. Minute zum Ausgleich und legte in der 83. Minute das 1:2 nach. In einer intensiven Endphase setzten die Gäste noch einen späten Treffer drauf: David Rudelstorfer fixierte in der 90. Minute den 1:3-Endstand aus Sicht von Union St. Aegidi.
In der internen Bewertung hob Schmidhuber zwei Spieler hervor: In der Abwehr überzeugte Julian Osterkorn mit einem sehr starken Auftritt, offensiv setzte Raphael Lindorfer mit hoher Laufarbeit und gefährlichen Abschlüssen wiederholt Nadelstiche. Standards spielten insgesamt nur eine Nebenrolle. Der Coach blieb im Fazit betont positiv: Die Ordnung gegen den Ball, die Umschaltmomente und die Qualität der Chancen passten über weite Strecken – gefehlt habe lediglich die Konsequenz im Abschluss. Genau dort will St. Aegidi ansetzen: "Wenn wir weiter so auftreten, werden wir noch einige Punkte sammeln." Davon ist der Trainer überzeugt.