Im Bewerb 2. Klasse West-Nord trafen der UFC Raika Hartkirchen und der SV Schwarzmüller Freinberg aufeinander. Freinbergs Trainer Johann Haslinger zeigte sich nach der 0:2-Niederlage spürbar enttäuscht und sprach von einer vermeidbaren Pleite, bei der aus seiner Sicht ein Remis möglich gewesen wäre. Er hob den griffigeren Auftritt nach der Pause hervor, haderte mit einem nicht gegebenen Elfmeter in der 10. Minute und betonte zugleich die faire, wenn auch intensive Note dieser Begegnung.

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Früh stellte Stefan Königseder in der 5. Minute aus Freinberger Sicht auf 0:1, ehe Jakob Loitzenbauer in der 32. Minute auf 0:2 erhöhte – zwei Nackenschläge, die den Ton für eine erste Halbzeit setzten, in der Freinberg lange hinterherlief. Haslinger ordnete das Gesamtbild klar ein: „Insgesamt war das eine unglückliche, eigentlich unnötige Niederlage. Ein Punktgewinn wäre aufgrund der Gesamtspielzeit gerecht gewesen.“ Der Pausenstand lautete 0:2. Nach dem Seitenwechsel witterte er die Wende: „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel mehr und mehr in die Hand genommen, mit mehr Spielanteilen und klareren Chancen.“ Seine Elf rückte mutiger auf, verdichtete das Zentrum und kam häufiger zum Abschluss – die große Belohnung blieb jedoch aus.
Ein zentraler Aufreger aus Freinberger Sicht ereignete sich kurz nach dem Rückstand: „Leider wurde uns in der 10. Minute ein Elfmeter nicht zugesprochen – aus meiner Sicht eine falsche Entscheidung“, erklärte Haslinger. Grundsätzliche Schärfe sah er dennoch nicht: „Es war auf beiden Seiten hart, aber fair geführt, ohne gehässige Szenen.“ Standards spielten nur eine Nebenrolle und erzeugten kaum nachhaltigen Druck. Aus dem Spiel heraus meldete sich Freinberg dagegen mehrfach an: Kurz nach der Halbzeit mit einer großen Gelegenheit und in der 57. Minute erneut. Auch Hartkirchen ließ seinerseits die eine oder andere Möglichkeit ungenutzt – ein Duell mit vielen intensiven Zweikämpfen, dem im Abschluss beider Teams oft die letzte Konsequenz fehlte.
Individuelle Auszeichnungen vermied Haslinger bewusst: „Es war insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung – bei uns wie beim Gegner.“ Der Fokus richtet sich nun auf die Offensive, denn die Torflaute beschäftigt Freinberg spürbar. „Weil wir innerhalb von vier Spielen kein Tor erzielt haben, ist die Vorgabe klar: Wir müssen vorne noch besser arbeiten, unsere Möglichkeiten konsequenter zum Abschluss bringen und genau das im Training schärfen.“
Die Botschaft: Struktur und Wille in der zweiten Halbzeit stimmen, doch im letzten Drittel braucht es mehr Klarheit, Tempo und Zielstrebigkeit.