Ein enges, von Details geprägtes Duell prägte den Nachmittag zwischen Union Suben und Union Raiffeisen Prambachkirchen in der 2. Klasse West-Nord. Für Ramush Gashi überwogen trotz der späten 1:0-Entscheidung die positiven Eindrücke: Matchplan, kompakte Defensive, viel Wille – und doch entschieden Kleinigkeiten, Standards und letztlich ein spätes Foul, das zum Elfmeter führte. Die Stimmung auf dem kleinen Platz war intensiv; Gashi sprach von einem offenen Spiel auf Augenhöhe und akzeptierte den Ausgang schließlich als verdient.

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Prambachkirchen hielt lange konsequent an seinem Plan fest: tief stehen, wenig Räume zulassen und über Umschaltmomente Nadelstiche setzen. „Wir waren in den ersten 20 Minuten sehr gut im Spiel“, erklärte Gashi und verwies auf eine frühe Möglichkeit, ehe eine verletzungsbedingte Umstellung nach rund 20 Minuten den Rhythmus kostete. Zur Pause stand es 0:0 – auch, weil Suben einen frühen Strafstoß nicht verwerten konnte: Prambachkirchens Keeper Dominik Leibetseder parierte stark. Kurz vor dem späteren Gegentreffer bot sich noch eine Topchance für die Gäste, doch als die Partie auf der Kippe stand, fiel die Entscheidung vom Punkt: In der 89. Minute traf Jonas Grömer zum 0:1. Gashi bewertete das nüchtern: „In der Summe muss man sagen, sie haben verdient gewonnen. Ein Punkt wäre für uns drinnen gewesen, aber insgesamt geht der Sieg für Suben in Ordnung.“
Viel Vorbereitung floss in die Absicherung ruhender Bälle. „Wir haben gewusst, dass Suben bei Standards brandgefährlich ist. Deshalb wollten wir Ecken und Freistöße vermeiden“, sagte Gashi. Das gelang phasenweise gut, in der Box arbeitete seine Mannschaft aufmerksam. Suben blieb nach Ecken gefährlich, doch der groß aufspielende Mittelstürmer der Hausherren – bereits mit 32 Saisontoren – bekam kaum Raum zur Entfaltung, genau wie geplant. „Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir haben gut gekämpft, die Mannschaft hat eine starke Leistung gezeigt“, fasste Gashi zusammen. Dass am Ende ein Elfmeter die Partie kippte, ordnete er in die Kategorie „kleine Details“ ein – das Team sei auf dem kleinen Platz über weite Strecken stabil gewesen.
Gashi nahm auch strittige Szenen sportlich: „Ich finde, der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten einige Fehler gemacht.“ Beim ersten Subener Strafstoß habe zuvor eine Abseitsposition vorgelegen, dennoch wolle man sich nicht am Unparteiischen abarbeiten: „Wir in Prambachkirchen dürfen uns da nicht beschweren – jeder kann Fehler machen.“ Prägend waren zudem die Rahmenbedingungen: „Suben ist natürlich ein kleiner Platz, da ist es schwer zu spielen, weil der Boden einfach uneben ist.“
Die Kulisse trug das Spitzenspiel („Erster gegen Zweiter“) mit; laut Gashi sahen zahlreiche Zuschauer ein intensives, offenes Match. Individuell hob er seinen Schlussmann hervor: Dominik Leibetseder hielt einen Elfmeter, zeigte mehrere starke Paraden und bewahrte sein Team wiederholt vor dem Rückstand. Nach der knappen Niederlage blickt Gashi nach vorne: Mit klarem Kopf und derselben Intensität soll im nächsten Spiel nachgelegt werden – die Ausgangslage bleibt offen.