Nach dem Duell von Union Guschlbauer St. Willibald gegen Union St. Aegidi in der 2. Klasse West-Nord sprach Trainer Nikola Georgiev von einem Auftritt, der von Disziplin, Geschlossenheit und harter Arbeit geprägt war. Er hob den kompromisslosen Verbund gegen den Ball hervor und bezeichnete die Begegnung als kämpferisch. Seine Bilanz fiel klar aus: „Ja, das Ergebnis war aus meiner Sicht gerecht.“ Die Stimmung beim Coach: zufrieden, aber sachlich – getragen von dem Gefühl, dass die Mannschaft ihren Plan über 90 Minuten verlässlich umgesetzt hat.

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Georgievs Kernaussage drehte sich um das, was die Partie seiner Meinung nach prägte: kollektiv gelebte Ordnung ohne Ball und konsequente Arbeit im Verbund. „Die Mannschaft hat gekämpft und die taktische Aufgabe sehr gut umgesetzt. Wir haben unsere Ziele für dieses Spiel wirklich zu 100 Prozent erreicht.“ Früh betonte er die Stabilität im eigenen Drittel – auch in Phasen, in denen es hätte kritisch werden können: „In der ersten Halbzeit hätten wir auch Gegentore bekommen können, aber defensiv haben wir sehr stark gestanden.“ Einen „Mann des Spiels“ wollte er nicht herausheben, vielmehr stand das Kollektiv im Vordergrund: „Wir haben als Mannschaft vom ersten bis zum letzten Mann geschlossen gekämpft. Gegen den Ball haben wir sehr gut gearbeitet, jeder hat seine Aufgabe verstanden – mit Teamgeist haben wir das erreicht.“
Die Partie nahm früh eine klare Richtung an. Emanuil Metodiev traf in der 26. Minute zum 1:0, ehe Samuel Schasching in der 32. Minute unglücklich zum 2:0 ins eigene Tor abfälschte. Mit dieser Führung ging St. Willibald in die Pause – passend zur Erzählung des Trainers, wonach sein Team zwar heikle Momente zu überstehen hatte, in den entscheidenden Szenen aber kompakt blieb. Direkt nach Wiederbeginn das nächste Malheur für St. Aegidi: Jiri Smetana lenkte den Ball in der 46. Minute zum 3:0 ins eigene Netz. Den Schlusspunkt setzte erneut Metodiev, der in der 90. Minute zum 4:0 traf und damit seinen Doppelpack schnürte. Für Georgiev war der deutliche Endstand kein Zufall, sondern das Produkt konsequenter Umsetzung: „Die Mannschaft hat die taktische Aufgabe sehr gut gemacht.“
Bei aller Zufriedenheit blieb Georgiev fair im Urteil über den Gegner und stellte dessen Qualitäten heraus: „Die gegnerische Mannschaft ist spielerisch gut, aber wir haben nicht viele Räume angeboten. Wir waren immer da, haben in der Defensive vieles richtig gemacht und kaum Löcher in die Tiefe gelassen.“ Beim Ballbesitz sah der Trainer ein Patt: „Es war 50:50 – eine kämpferische Partie.“ Personell gab es keinen Grund zur Sorge: „Wir haben eigentlich nur ein oder zwei leicht Angeschlagene, aber nichts Besonderes.“
Zusammengefasst stand nicht die Einzelleistung im Fokus, sondern die kollektive Haltung, die den Ton setzte – mit einem Trainer, der die große Linie betonte: „Wir haben gegen den Ball sehr gut gearbeitet. Jeder hat seine taktische Aufgabe gut eingeschätzt – als Team haben wir das erreicht.“