In Prambachkirchen sprach Gabriel Schustereder nach dem Auswärtsspiel seiner Union Eggerding gegen die Union Raiffeisen Prambachkirchen in der 2. Klasse West-Nord von einer verdienten Führung und einer reifen Defensivleistung bis zum Schlusspfiff. Der Coach beschrieb ein intensives, enges Duell vor gut gefüllter Tribüne, in dem seine Mannschaft trotz des Anschlusstreffers zum 2:1 ruhig blieb, Umschaltmomente setzte und mit viel Teamgeist den knappen Vorsprung behauptete.

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Schustereder ordnete die Partie klar: In der ersten Halbzeit war sein Team die dominantere, bessere Mannschaft, nach der Pause verteidigte es den Vorsprung abgeklärt. Für Eggerding brachte Alex Maka sein Team in der 32. Minute mit 1:0 in Führung und erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn in der 46. auf 2:0, ehe Haris Eminic sehenswert in der 60. auf 2:1 verkürzte. Mit 1:0 ging es zuvor in die Kabinen – passend zum Eindruck des Trainers, der vor der Pause „ein, zwei sehr, sehr gute Chancen“ seiner Elf gesehen hatte. Nach dem Seitenwechsel blieb Eggerding kompakt, suchte im Umschalten seine Momente und verteidigte den Vorsprung bis zum Ende konzentriert weg.
Die kritische Szene des Abends verortete Schustereder um die 70. Minute: Prambachkirchen tauchte alleine vor dem Tormann auf, setzte den Abschluss jedoch links am Tor vorbei – der mögliche Ausgleich blieb aus. In dieser Phase fand Eggerding im Umschaltspiel selbst noch die ein oder andere Gelegenheiten, ließ sie aber ungenutzt. Standards spielten auf beiden Seiten keine große Rolle, und über mögliche Diskussionspunkte sagte der Coach eindeutig: „Ich bin nicht der Meinung, dass es strittige Situationen gab.“ So entwickelte sich nach dem Anschlusstreffer ein Spiel, in dem Prambachkirchen mehr vom Spiel hatte, die Gäste aber die Balance zwischen Absicherung und Nadelstichen hielten und defensiv kaum Größeres zuließen.
Zur Atmosphäre betonte Schustereder: „Die Intensität am Feld war sehr, sehr gut. Man merkte, dass Prambachkirchen um die Tabellenführung spielte.“ Die Tribüne war aus seiner Sicht sehr gut gefüllt, Fans beider Vereine sorgten für ein emotionales Finale. „Ich muss da meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Die ist ruhig geblieben und hat bis zum Schluss um den Sieg gefightet“, sagte der Trainer.
Auch inhaltlich sieht er sein Team auf einem guten Weg: „Ich finde, dass wir die letzten Wochen generell sehr gut unseren Spielstil auf den Platz bringen, viel befreiter auch spielen.“ Den besonderen Wert des Miteinanders hob er zusätzlich hervor: „Wofür ich meine Mannschaft sehr gelobt habe, war eben dieser Teamgeist, der uns diese letzten Wochen auszeichnet.“ Genau dieser Zusammenhalt trug die Eggerdinger nach dem 2:1-Anschluss über eine enge Schlussphase, in der die Nerven hielten und die Defensive konsequent klärte.