Mit spürbarer Zufriedenheit ordnete Sebastian Alexander Strasser, Trainer von SV Schildorn, das Auswärtsspiel bei SPG Obernberg / Ort in der 2. Klasse West ein. „In Summe war es eine ziemlich ausgeglichene Partie“, sagte er und verwies auf einen starken Start mit zwei Eins-gegen-eins-Situationen, die ungenutzt blieben. „Meine Mannschaft hat den Matchplan hervorragend umgesetzt“, so Strasser, der die defensive Stabilität („Wir haben aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen und zu null gespielt.“) und die Bedeutung der Standards betonte. Seine Bilanz: ein reifer Auftritt, viel Disziplin – mit klaren Hausaufgaben in Sachen zweiter Ball.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Im Rückblick sprach Strasser von einem Duell auf Augenhöhe mit unterschiedlichen Wegen zum Tor: „Wir haben unsere Chancen eher aus dem Spiel heraus kreiert. Obernberg war vor allem über Standardsituationen und den zweiten Ball gefährlich.“ Am Ende gaben ruhende Bälle den Ausschlag: „Die Standards haben das Spiel entschieden – bei uns durch einen Abstauber nach hohem Ball und Torwartfehler sowie einen Elfmeter".
Strasser sah den besseren Beginn bei seiner Elf: „Wir hatten den besseren Start und zwei Eins-gegen-eins-Duelle gegen den Torwart, haben da aber das Tor nicht gemacht.“ Rund um die 25. Minute kam Obernberg über Standards zu zwei gefährlichen Abschlüssen nach dem zweiten Ball, die Keeper und Abwehr gemeinsam entschärften. Nach der Pause stellte Schildorn auf 1:0 und 2:0 – Torschützen waren Lukas Reiter (1:0) und Peter Buttinger (2:0). In Minute 57 gab es zudem Gelb-Rot für Jurica Vidovic. „Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen: erst der Abstauber zum 1:0, dann das Foul im Eins-gegen-eins und der Elfmeter zum 2:0 – zu einem wichtigen Zeitpunkt für uns“, erklärte der Coach.
Physisch erlebte der Trainer ein faires Duell mit leichten Vorteilen für seine Mannschaft: „In den Eins-gegen-eins-Duellen hatten wir kleine Pluspunkte, insgesamt war es sehr ausgeglichen.“ Beim Ballbesitz verortete er sein Team knapp vorn: „Das war wahrscheinlich 55 zu 45 – wir hatten etwas mehr Kontrolle, Obernberg aber ebenfalls sehr gute Phasen.“ Für die kommenden Aufgaben setzt Strasser auf Kontinuität: „Wir wollen genau da weitermachen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen und die Leistung der ersten beiden Spiele bestätigen, haben wir die Möglichkeit, um die drei Punkte zu kämpfen.“ Ausdrücklich hob er aus einer geschlossenen Teamleistung zwei Akteure heraus: „Besonders hervorheben möchte ich die Leistungen von Konstantin Makor und Alexander Münch.“