Im Duell der 2. Klasse West zwischen dem Union Aspach-Wildenau und dem SV Schildorn zeichnet Trainer Sebastian Alexander Strasser das Bild einer intensiven, aber fair geführten Partie: taktisch diszipliniert, mit gelungenen Lösungen am Ball und robuster Zweikampfführung. Nach einer starken zweiten Hälfte belohnte sich Schildorn mit einem 3:2-Auswärtssieg. Strasser lobte die klare, körperbetonte Linie des Unparteiischen und betonte, dass seine Elf nach der Pause klar die Kontrolle übernahm.

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„Es hatte alle Elemente: Taktik, spielerische Lösungen und eine gewisse Körperlichkeit. Über 90 Minuten lief es sehr fair“, beschreibt Strasser den Charakter der Partie. Schildorn startete stark in die ersten fünf Minuten, ehe Aspach/Wildenau kurzzeitig das Zepter übernahm und nach einem Rückraumpass zu einem gefährlichen Abschluss kam. Ab etwa der 20. Minute waren die Gäste wieder klar spielbestimmend, erspielten sich drei bis vier sehr gute Gelegenheiten, ließen diese jedoch ungenutzt. Dann der Dämpfer: „Etwas aus dem Nichts kassieren wir das 0:1 nach einem Fehler im Aufbauspiel.“ Bis zur Pause blieb seine Mannschaft „gut drinnen“, während das Heimteam vor allem mit Distanzversuchen in Erscheinung trat. Nach dem Seitenwechsel kippte die Statik endgültig: „In der zweiten Halbzeit war es ein anderes Bild. Meine Mannschaft war bis auf die letzten fünf Minuten komplett spielbestimmend.“
In der 30. Minute geriet der SV Schildorn 0:1 in Rückstand – Torschütze für Aspach/Wildenau: Marek Novak. Nach der Pause drückten die Gäste und kamen zum verdienten Ausgleich: Nach präziser Flanke köpfte Norbert Major in der 67. Minute zum 1:1 ein. Die Partie kippte weiter zugunsten der Schildorner: Ein sauber ausgespielter Angriff über die Seite und ein scharfer Stanglpass ins Zentrum – Niklas Gruber vollendete in der 73. Minute zum 2:1. Aspach/Wildenau meldete sich jedoch nochmals zurück und stellte in der 84. Minute den Ausgleich durch einen Kopfball von Alexander Karl Hittmair zum 2:2 her. Marcel Rescheneder brachte dann eine Minute darauf den SV Schildorn mit einem präzisen Abschluss mit 3:2 in Front. In der umkämpften Schlussphase verteidigte Strassers Team konsequent und brachte die Punkte über die Zeit.
Strassers Fazit fällt klar aus: „Aufgrund der zweiten Halbzeit, in der wir komplett die Kontrolle hatten, war das Verhältnis wahrscheinlich 60 zu 40 für uns.“ Standards spielten nur punktuell eine Rolle: Aspach/Wildenau traf nach einer ruhenden Situation, insgesamt sah Strasser „ein paar Eckbälle und Freistöße, aber nichts Zwingendes“. Besonders hob er die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Ich möchte meine Mannschaft und den gesamten Staff hervorheben. Wir haben es heute auf den Punkt gebracht – wahrscheinlich die beste Saisonleistung.“ Auch der Unparteiische erhielt Lob: „Er hat eine sehr körperbetonte Linie gewählt und sie über 90 Minuten konsequent durchgezogen – eine starke Leistung.“ Für die kommenden Aufgaben formuliert Strasser einen klaren Plan: „Wir gehen mit großer Seriosität an die nächsten Spiele, wollen an unseren Schwächen arbeiten und körperlich am Limit bleiben. Sonst reicht es nicht, um Spiele zu gewinnen.“