Spielberichte

Mitrovic: „Ergebnis war gerecht“ – SV Waldzell unterliegt Aspach-Wildenau mit 0:6

SV Waldzell
Aspach/Wildenau

Nach einem ernüchternden Nachmittag für SV Waldzell gegen Union Aspach-Wildenau in der 2. Klasse West sprach Mario Mitrovic offen über Ursachen und Eindrücke. „Ich hätte mir schon einen anderen Verlauf gewünscht, aber das Ergebnis war gerecht, weil wir einfach nicht ins Spiel gekommen sind und nicht in die Zweikämpfe gekommen sind“, resümierte der Trainer. Prägend waren frühe Gegentreffer, eine lange Unterzahl und der Versuch, nach dem Seitenwechsel dennoch Stabilität zu finden. Mitrovic forderte gemeinsame Verbesserungen – in der Umsetzung wie in den Basics.

Schuhe mit Tornetz

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Frühe Nackenschläge prägen die erste Halbzeit

Waldzell geriet rasch ins Hintertreffen – und der Coach machte klar, warum die Partie früh in eine Richtung kippte. „Wir sind nicht auf die zweiten Bälle gegangen, und da sind wir schnell zwei zu null hinten gelegen. Das war ausschlaggebend dafür, dass wir nicht ins Spiel gefunden haben.“ Aspach-Wildenau nutzte die Lücken konsequent: Elias Reimert traf in der 4. Minute zum 0:1 zur Führung und legte in der 18. Minute zum 0:3 nach, dazwischen erhöhte Julian Sinnegger in der 7. Minute auf 0:2. Ein unglückliches Eigentor von Stefan Weinberger in der 25. Minute machte das 0:4 perfekt. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug der Gast erneut zu: Alexander Karl Hittmair stellte in der 42. Minute auf 0:5. Nach dem Seitenwechsel setzte Hittmair in der 69. Minute den Schlusspunkt zum 0:6 – zur Pause stand es 0:5, am Ende 0:6.

Unterzahl, Reaktion und ein zäher Weg zurück

Das ohnehin schwierige Unterfangen wurde nach einer frühen Roten Karte gegen Manuel Salhofer in der 12. Minute noch komplexer. Gleichwohl registrierte Mitrovic eine spürbare Veränderung nach dem Wechsel: Die erste Halbzeit sei klar von Aspach-Wildenau dominiert gewesen, in der zweiten Hälfte sei sein Team „besser reingekommen“, obwohl es zu zehnt agieren musste. Waldzell stabilisierte Abläufe, kam besser in die Zweikämpfe und zeigte phasenweise den Mut, der vor der Pause fehlte. Entscheidend blieb jedoch die Effizienz und Wucht des Gegners, die schon in der Anfangsphase den Rhythmus vorgegeben hatte.

Taktische Selbstkritik, Personalthemen und Anerkennung für den Gegner

In der Analyse wählte Mitrovic deutliche Worte zur eigenen Ausrichtung: „Naja, von unserer taktischen Vorgehensweise hätte ich mir mehr erwartet – da müssen wir uns alle gemeinsam verbessern.“ Die Botschaft: weniger Ausreden, mehr Arbeit an den Details – von der Staffelung bis zum Nachrücken auf Abpraller. Zudem verwies der Coach auf personelle Engpässe: Zwei Verteidiger fehlten angeschlagen beziehungsweise krankheitsbedingt, was die Variabilität in der Defensive einschränkte.

Für den Gegner fand er anerkennende Worte: Überzeugt hätten vor allem Zweikampfstärke und der klare Wille zum Sieg.

2. Klasse West: Waldzell : Aspach/Wild. - 0:6 (0:5)

  • 69
    Alexander Karl Hittmair 0:6
  • 42
    Alexander Karl Hittmair 0:5
  • 25
    Eigentor durch Stefan Weinberger 0:4
  • 18
    Elias Reimert 0:3
  • 7
    Julian Sinnegger 0:2
  • 4
    Elias Reimert 0:1