Spielberichte

Philipp Penninger (Trainer Union St. Johann am Walde): 'Wir waren die bessere Mannschaft'

UFC Mettmach
St. Johann/Walde

In der 2. Klasse West erwischte UFC Mettmach gegen Union St. Johann am Walde den besseren Start, am Ende jubelten aber die Gäste über ein 2:1. Nach dem frühen Rückstand drehte St. Johann das Spiel mit viel Druck und zahlreichen Chancen, zur Pause stand es 1:1. Trainer Philipp Penninger sprach von einer dominanten Vorstellung, bemängelte die Chancenverwertung – und hob den Willen beim siegbringenden Treffer von Tobias Knauseder hervor.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Früher Rückstand, dann St. Johann am Drücker

Der Nachmittag begann für St. Johann mit einem Dämpfer: Schon in der 3. Minute stellte David Stastny auf 1:0 für Mettmach. Penninger ordnete den Fehlstart klar ein: „Denkbar schlechter Start, weil wir mit der ersten Aktion nach einer Ecke in Rückstand geraten sind.“ Danach kippte das Spielbild. „Dann haben wir sofort das Heft in die Hand genommen und bis zur Halbzeit sehr, sehr gut gespielt – wir hätten vier, fünf Tore machen müssen“, sagte der Coach. Der Ausgleich fiel folgerichtig in Minute 20 durch Julian Haslinger, zur Pause hieß es 1:1. „Wir waren das ganze Spiel spielbestimmend und offensiv stark, aber leider im Abschluss schwach. Hinten sind wir relativ stabil gestanden“, fasste Penninger die erste Hälfte zusammen. Mettmach blieb bei Umschaltmomenten und Standards gefährlich, doch die Gäste hatten klar mehr vom Spiel und drückten stetig auf den nächsten Treffer.

Viele Chancen, Entscheidung durch Knauseder

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig: St. Johann blieb das aktivere Team, erspielte sich Chance um Chance – ließ aber lange die nötige Präzision im Abschluss vermissen. „Wir haben es unnötig spannend gemacht, aber am Ende war es ein verdienter, hochverdienter 2:1-Sieg“, meinte Penninger. Die Entscheidung besorgte in der 69. Minute Tobias Knauseder – und der Trainer schilderte das 1:2 im Detail: „Es war eine Willensleistung von Tobias Knauseder: Er bekommt den Ball am Sechzehner, macht eine schöne Einzelaktion, und dann ein satter Schuss ins linke Eck. Der Tormann war noch mit den Fingerspitzen dran, aber der Ball war zu scharf und zu platziert.“ Mettmach hatte laut Penninger „trotzdem zwei, drei sehr gute Chancen“, insgesamt stand seine Elf aber „relativ stabil“. Zum Referee sagte er knapp: „Unaufgeregte Partie vom Schiedsrichter, da war wenig drinnen.“

Steigerung im Abschluss, Lob für Mettmach und positiver Ausblick

Trotz des Auswärtssieges blieb Penninger selbstkritisch. „Im Torabschluss können wir uns klar steigern – wenn man das Spiel nachbetrachtet, hätten wir sieben, acht Tore machen können. Auch defensiv können wir uns sicher noch verbessern“, erklärte er. Gleichzeitig strich er die positiven Punkte heraus: „Wir haben eine gute Dynamik, viel Power und spielen uns viele Chancen heraus. Der Teamgeist ist sehr gut.“ Den Gegner würdigte er ebenfalls: „Mettmach hat zwei, drei sehr gute Einzelspieler, ist im Umschaltspiel und bei Standards gefährlich – ein guter Gegner, aber wir waren die bessere Mannschaft.“ Als entscheidenden Unterschied nannte er: „Wir waren fußballerisch besser und hatten die bessere Individualqualität.“ 

2. Klasse West: Mettmach : St. Johann/W. - 1:2 (1:1)

  • 69
    Tobias Knauseder 1:2
  • 20
    Julian Haslinger 1:1
  • 3
    David Stastny 1:0