In der 2. Klasse West feierte der SV Schildorn einen 1:0-Heimsieg gegen die Union Polling. Trainer Sebastian Alexander Strasser sprach von einem verdienten Arbeitssieg: Eine einstudierte Standardsituation brachte früh die Führung, danach hielt seine Mannschaft die Null gegen einen defensiv gut organisierten Gegner. Schildorn hatte mehr vom Spiel, verpasste nach der Pause das 2:0, brachte den Vorsprung aber mit viel Stabilität und Geduld über die Zeit.

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Vom Anpfiff weg stand Polling tief, Schildorn übernahm das Kommando und schob die Partie in die Gästehälfte. „Der Gegner stand sehr tief, wir waren klar spielbestimmend“, fasste Sebastian Alexander Strasser zusammen. Chancen aus dem Spiel heraus waren schwer zu kreieren, also musste eine einstudierte Variante her. „Eine einstudierte Standardsituation musste her, damit wir das 1:0 erzielen.“ In Minute 19 war es dann so weit: Der Ball wurde kurz abgelegt, Marcel Rescheneder schob trocken ins kurze Eck – genau so, wie es geplant war. Polling meldete sich im ersten Durchgang nur einmal wirklich an, ebenfalls nach einem ruhenden Ball, doch die Gastgeber bereinigten die Szene mit einer starken Parade ihres Goalies. „Sonst war der Gegner selten gefährlich“, so Strasser. Mit der verdienten 1:0-Führung ging es in die Kabinen, weil Schildorn geduldig blieb und das Geschehen kontrollierte.
Nach Wiederbeginn wurde das Spiel zäher. „Die zweite Halbzeit war eigentlich nur mehr ein Abnützungskampf im Mittelfeld“, beschrieb Strasser. Gleich zu Beginn bot sich seinen Jungs die Riesenchance aufs 2:0, doch sie blieb ungenutzt: „Zu Beginn haben wir noch die Riesenchance aufs 2:0, die wir nicht genutzt haben.“ Polling hielt defensiv weiter ordentlich dagegen, agierte körperbetont und lauerte auf Umschaltmomente. „Der Gegner war defensiv gut organisiert, in der zweiten Halbzeit sehr körperbetont, sehr giftig. Ihr Matchplan war es, über Umschaltsituationen und individuelle Qualität zum Tor zu kommen. Das haben wir sehr gut verteidigt“, erklärte der Coach. Für ihn war am Ende klar, warum es reichte: „Der entscheidende Moment war die einstudierte Standard-Situation – und dass wir ganz sauber bis zum Schluss verteidigt haben und zu null gespielt haben gegen einen Gegner, der in dieser Saison immer getroffen hat.“ Zur Spielleitung sagte Strasser nur: „Harte Linie, mehr möchte ich nicht sagen.“
Im Fazit stellte Strasser die Weichen klar. „Gut war die Stabilität als Mannschaft im Defensivverbund. Wir haben individuell großteils sehr gut verteidigt und waren spielerisch engagiert.“ Gleichzeitig sah er Verbesserungspotenzial nach vorne: „Beim letzten Pass haben wir sicher Luft. Da hätten wir wahrscheinlich zwei, drei gute Tormöglichkeiten mehr herausspielen können, wenn wir sauber gewesen wären.“ Den Unterschied zwischen den Teams packte er in einen Satz: „Die Gefahr im letzten Drittel war bei Polling kaum vorhanden, bei uns schon – auch wenn wir es oft besser machen hätten können. Spielerisch war es circa gleich, wir hatten mehr Anteile.“ Ein Sonderlob ging an Konstantin Makor: „Er bringt ein sehr gutes Zweikampfverhalten, ist im Spielaufbau immer wieder gefährlich und spielt eine sehr starke Rückrunde.“ Der Plan für die nächsten Wochen ist damit umrissen: auf der defensiven Stabilität aufbauen und vorne beim letzten Pass zulegen, um enge Spiele früher zuzumachen.