In der 2. Klasse West erwischte Union Treubach/Roßbach den glücklicheren Abend: Gegen USV Knoblinger Neuhofen/I. 1b siegten die Hausherren mit 3:2. Neuhofen führte nach der Pause, Treubach drehte das Match, die Gäste glichen spät aus – ehe ein Treffer in Minute 93 alles entschied. Trainer Heinz Etzlinger haderte danach: "Drei große Fehler kosten uns das Spiel und vorne lassen wir Chancen liegen."

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Nach einer torlosen ersten Hälfte erwischten die Gäste den besseren Start. In Minute 47 traf Johannes Wagner zum 0:1 für Neuhofen/I. 1b. Treubach antwortete mit einem Doppelschlag von Daniel Greinecker, der in der 68. und 70. Minute zwei Mal zuschlug. Neuhofen gab aber nicht auf: Dominik Rangger glich in der 83. zum 2:2 aus. Als alles auf ein Remis hindeutete, setzte Manuel Moser in der 93. Minute den späten Schlusspunkt zum 3:2.
Heinz Etzlinger wählte nach Abpfiff klare Worte. "Es war eine ausgeglichene Partie, aber wir machen drei riesengroße Fehler", sagte der Trainer von Neuhofen/I. 1b. Aus seiner Sicht kam "immer der lange Ball", und genau daraus sei seine Mannschaft drei Mal bestraft worden: "Es gibt keine einzelne Szene, nur drei Fehler – und die wurden böse bestraft." Offensiv monierte er die fehlende Effizienz: "Uns hat die Chancenverwertung gefehlt. Wir hatten sicher drei, vier gute Möglichkeiten, machen sie nicht – und hinten die drei Fehler, also verlieren wir das Match." Dass Treubach sonst kaum Möglichkeiten hatte, betonte er ebenfalls: "Sonst hatte Treubach in 90 Minuten, glaube ich, keine Torchance."
Trotz der Enttäuschung verteilte der Coach auch Lob. "Sie haben ein super Teamgefüge", sagte Etzlinger über Treubach/Roßbach, ohne lang drum herumzureden. Für Diskussionen sorgte an diesem Abend gar nichts – im Gegenteil: "Überragend, super Leistung vom Schiedsrichter", stellte der Neuhofen-Trainer klar. Der Blick nach vorne fällt nüchtern aus. In der Tabelle steht Neuhofen/I. 1b mit einem Punkt am Ende, Treubach hält bei elf Zählern auf Rang zwölf. Etzlinger formulierte das Arbeitsprogramm für die nächsten Wochen schlicht: "Fehler abstellen und unsere Chancen nützen – anders geht’s nicht."