In der 2. Klasse West feierte der SPG Obernberg / Ort einen klaren 4:1-Heimsieg gegen den SV Waldzell. Die Gastgeber legten früh vor und führten zur Pause 3:0, ehe Waldzell nach dem Seitenwechsel aufkam, aber zu spät. Trainer Mario Mitrovic sprach von einem frühen Lapsus und einem bitteren Konter nach eigenem Standard als Knackpunkten – am Ende stand ein verdienter Erfolg für Obernberg/Ort.

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Die Partie hatte kaum begonnen, da lag Waldzell bereits zurück. Nach einem zu langsamen Rückpass auf den Tormann schnappte sich Obernbergs Angreifer den Ball, Petr Palenik stellte in der 4. Minute auf 1:0. Mario Mitrovic schilderte den Fehlstart offen: „Wir haben uns vorgenommen, kompakt zu stehen und gut aufzuspielen. Leider haben wir nach drei Minuten einen Fehler gemacht; der Innenverteidiger passt zu langsam zurück, der Stürmer schneidet ab – nach drei Minuten waren wir 0:1 hinten.“ In dieser Phase wirkten die Gäste nervös, in die Zweikämpfe kamen sie nicht gut hinein. Dann kam die Szene, die der Trainer als Knackpunkt bezeichnete: eigener Freistoß, der Ballverlust, der Konter – wieder Palenik traf zum 2:0 in Minute 25. „Wir hatten einen Freistoß, und aus dem Freistoß sind wir in den Konter gelaufen. Da fällt das 2:0, und damit war es ganz schwer zurückzukommen“, so Mitrovic. Nur wenig später erhöhte Josip Grebenar auf 3:0 (27.), und mit diesem klaren Zwischenstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Waldzell, dass mehr in der Mannschaft steckt, als die erste Halbzeit vermuten ließ. Der Trainer fand deutliche, aber faire Worte: „In der ersten Halbzeit waren wir zu nervös und in die Zweikämpfe sind wir nicht gut reingekommen. In der zweiten Halbzeit war ich dann zufrieden. Da haben wir uns gesteigert.“ Diese Steigerung zahlte sich zunächst auch aus: Stefan Birglechner verkürzte in der 68. Minute auf 3:1 und brachte wieder Leben in die Partie. Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Nur vier Minuten später passierte auf der anderen Seite das nächste bittere Detail aus Waldzeller Sicht: Ein unglückliches Eigentor von Bernhard Hierandtner stellte auf 4:1 (72.). Damit war der Deckel endgültig drauf, denn Obernberg/Ort blieb zielstrebig, während Waldzell trotz besserer Körpersprache nicht mehr zwingend herankam.
Im Anschluss an die Partie suchte Mario Mitrovic keine Ausreden. Er hob stattdessen die Stärken des Gegners hervor: „Obernberg/Ort war spielerisch kompakter und zielstrebiger Richtung Tor.“ Zugleich ordnete er den Verlauf nüchtern ein: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig agiert und in der zweiten gut reagiert, aber da war es zu spät. Zur Pause stand es schon 0:3 – daher ein verdienter Sieg für Obernberg.“ Auch abseits der Tore blieb es ruhig: „Strittige Entscheidungen gab es keine, der Schiedsrichter hat korrekt gepfiffen.“ Für die kommenden Aufgaben lautet der Auftrag aus Waldzeller Sicht klar: die Nervosität abstellen, die Zweikämpfe annehmen und die ordentliche zweite Hälfte zum Standard machen.