In der 2. Klasse West musste Union Polling am Freitag eine 0:3-Heimniederlage gegen Union Aspach-Wildenau hinnehmen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte ging es mit 0:1 in die Kabinen, kurz nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nach – aus Sicht der Hausherren der Knackpunkt. Trainer Benjamin Trummer sprach von zu wenigen eigenen Möglichkeiten und lobte den Tabellenführer für die Abgeklärtheit. Am Ende sorgte ein später Treffer für den klaren Endstand eines Spiels, in dem Polling lange drin war, sich aber nicht belohnte.
Polling startete ordentlich in die Partie und hielt die Begegnung in der ersten halben Stunde offen. Trainer Benjamin Trummer fasste es so zusammen: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, aber Aspach war vorne dabei und sehr gut – wie immer.“ Genau in einer Phase, in der die Hausherren auf den Pausenpfiff schielten, schlugen die Gäste zu: In Minute 42 traf Peter Ürmös zum 0:1.
Trummer erklärte die Szene aus seiner Sicht sehr deutlich: „Das 1:0 entstand nach einem langen Ball in den 16er. Aus meiner Sicht wäre es davor eigentlich ein Elfmeterfoul gewesen, aber der Spieler spielte weiter und haute uns den Ball ins lange Eck.“ Mit dem 0:1 zur Pause war für Polling noch alles möglich, doch der Favorit hatte nun Rückenwind und nahm diesen Schwung mit in die zweite Hälfte.
Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn folgte der Moment, der das Spiel entschied: Marek Novak stellte in der 49. Minute auf 0:2. Für Benjamin Trummer war genau das der Knackpunkt: „Nach der Halbzeit war das 2:0 für Aspach spielentscheidend. Dann waren wir unterlegen und hatten im Endeffekt keine Chance mehr.“ Aus Pollinger Sicht kamen mehrere Dinge zusammen. „Unser Gegenpressing hat nicht funktioniert, und wir hatten zu wenig Torchancen – das war einfach zu wenig“, sagte der Trainer selbstkritisch.
Den Gegner stellte er gleichzeitig heraus: „Sie sind vorne hinein überragend und spielerisch sehr gut eingestellt. Respekt an Aspach.“ Dass die Gäste an der Tabellenspitze stehen, passte für Trummer ins Bild. „Die sind nicht umsonst vorne dabei und sehr gut organisiert. Die werden bis zum Schluss um den Aufstieg spielen. Aspach ist sehr gut eingestellt und für mich eine Top-Mannschaft.“
Polling versuchte im Schlussdrittel noch einmal, den Anschluss zu erzwingen, doch die klaren Möglichkeiten blieben aus. Aspach/Wildenau blieb abgeklärt und setzte in der 78. Minute durch Simon Badegruber den Schlusspunkt zum 0:3. Auch zur Leitung des Unparteiischen nahm Benjamin Trummer Stellung – sachlich, aber mit klaren Worten: „Die Schiedsrichterleistung war sehr kleinlich für ein Derby. Wenn man immer kleine Fouls pfeift, ist das nicht gut für den Spielfluss. Insgesamt war’s in Ordnung.“
Unter dem Strich stand ein verdienter Auswärtssieg des Spitzenreiters, während Polling die Lehren aus einem intensiven Spiel zieht. Trummer hat die Stellschrauben klar benannt – mehr Konsequenz im Gegenpressing, mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel – und will mit seiner Mannschaft schnell wieder punkten.