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SK WIEHAG Altheim 1b bleibt bei seiner Linie: „In erster Linie geht es um die Entwicklung der jungen Spieler“

SK Altheim 1b

Der fünfte Platz in der 2. Klasse West war für den SK WIEHAG Altheim 1b mehr als nur eine Zahl in der Tabelle. Sportlicher Leiter Josef Wageneder zieht nach einer Saison mit vielen jungen Spielern ein positives Fazit und macht zugleich klar, worauf es weiterhin ankommt: Nicht das schnelle Ergebnis steht im Vordergrund, sondern die Entwicklung jener Burschen, die Schritt für Schritt an den Erwachsenenfußball herangeführt werden sollen.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Spielerisch viel Positives, körperlich noch Lernarbeit

Wageneder blickt insgesamt zufrieden auf die vergangenen Monate zurück, auch wenn der Weg mit einer jungen Mannschaft naturgemäß nicht immer gerade verläuft. „Grundsätzlich war es sehr positiv. Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft in die Meisterschaft gegangen“, sagt der sportliche Leiter. Gerade für jene Spieler, die direkt aus dem Nachwuchs gekommen sind, sei der Umstieg spürbar gewesen. Vor allem in den Zweikämpfen und im körperlichen Bereich habe man sich erst an das Niveau gewöhnen müssen. Trotzdem sieht Wageneder eine klare Linie in der Entwicklung seiner Mannschaft. „Von Beginn weg haben wir spielerisch gute Leistungen gebracht, über die ganze Meisterschaft“, betont er. Genau das war auch in der Tabelle zu erkennen, denn SK Altheim 1b hielt sich nicht nur stabil im Feld, sondern arbeitete sich nach zwischenzeitlichen Schwankungen zuletzt bis auf Rang fünf nach vorne. Dass es gegen robuste Gegner schwieriger wurde, spricht Wageneder offen an: „Das größere Problem haben wir gehabt, wenn wir gegen körperlich starke Mannschaften gespielt haben. Da haben wir unsere Probleme gehabt.“ Gerade daraus will der Verein aber weiter lernen.

Im Kader gibt es Bewegung, an der Ausrichtung ändert sich aber nichts

Im Sommer bleibt die Grundidee beim Verein gleich, auch wenn es im Kader einige Veränderungen gibt. Wageneder beschreibt die Lage knapp und klar: „Grundsätzlich bleibt alles beim Alten. Wir haben nur den Trainer gewechselt.“ Der bisherige Trainer, Michael Reichinger, hat den Verein verlassen und übernimmt in Burgkirchen eine Aufgabe als Trainer in der 1. Klasse. Neu dazu kommt ein Trainer aus Deutschland. Auch im Aufgebot hat sich etwas getan. Mit Maximilian Gurtner verliert die 1b einen Verteidiger an Ranshofen, dazu gab es weitere Abgänge nach Burgkirchen und Weng. Auf der Zugangsseite soll die Mannschaft wieder Breite und frische Impulse bekommen. Dominik Stockhammer verstärkt die Defensive, Michael Goldhammer kommt fürs Mittelfeld, Fabian Spitzer ebenfalls für die Abwehr. Dazu stoßen mit Florian Feichtenschlager für den Sturm und Meris Durgutovic fürs Mittelfeld zwei weitere neue Gesichter. Die Richtung ist damit klar: jung bleiben, ergänzen, weiterarbeiten.

Keine Einzelkritik, kein Einzel-Lob – der ganze Jahrgang steht im Mittelpunkt

Bemerkenswert ist, wie konsequent Wageneder den Blick auf die Gruppe richtet. Statt einzelne Spieler herauszuheben, stellt er die Entwicklung des ganzen Teams in den Vordergrund. „Die gesamte Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt. Wir hatten in der letzten Saison ein Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren“, sagt er. Gerade für eine 1b-Mannschaft ist das eine klare Aussage, weil damit der Ausbildungscharakter noch stärker sichtbar wird. Viele Spieler hätten, so Wageneder, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Schritte gemacht. „Ich möchte jetzt nicht einzelne Spieler hervorheben. Es war schon die gesamte Mannschaft, die gute Schritte nach vor gemacht hat“, erklärt er. Auch personell ist die Lage überschaubar. Größere Sorgen gibt es aktuell nicht, nur ein Spieler arbeitet nach einem Mittelfußknochenbruch am Comeback. „Der wird die nächsten zwei, drei Wochen wieder ins Training einsteigen können. Sonst ist alles fit“, berichtet Wageneder. Für die Vorbereitung ist das natürlich ein guter Ausgangspunkt.

Mittelfeldplatz wäre schön, wichtiger ist aber der Weg Richtung Landesliga

Für die kommende Saison formuliert der sportliche Leiter das Ziel bewusst ohne große Schlagworte. SK Altheim 1b will ordentlich mitspielen, aber vor allem weiter ausbilden. „Wir haben wieder eine sehr junge Mannschaft, vielleicht sogar noch eine Spur jünger wie letzte Saison“, sagt Wageneder. Ein Platz im Mittelfeld wäre aus seiner Sicht „erstrebenswert und wünschenswert“, entscheidend ist für ihn aber etwas anderes. „In erster Linie geht es darum, dass sich die jungen Spieler entwickeln und dann irgendwann vielleicht einmal die Möglichkeit haben, in unserer ersten Mannschaft in der Landesliga zu spielen.“ Genau dort liegt der rote Faden dieses Vereins. Die 1b soll nicht nur Punkte holen, sondern Spieler vorbereiten. Als Maßstab für die Liga nennt Wageneder die beiden Aufsteiger Aspach/Wildenau und SV Pram. Aspach/Wildenau habe ihn mit einer geschlossenen und kämpferisch starken Mannschaft beeindruckt, bei SV Pram hebt er die guten Einzelspieler hervor. Für SK Altheim 1b ist damit auch klar, wohin die Reise gehen soll: weiter lernen, konkurrenzfähig bleiben und aus einer jungen Mannschaft Schritt für Schritt mehr machen.