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"Ab der 60. Minute war der körperliche Unterschied zu groß" – Schildorn dreht 0:1 in ein 5:1

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SV Schildorn
SV Zell/Pettenfirst

In der 2. Klasse West hat SV Schildorn gegen SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst nach einem frühen 0:1 noch klar mit 5:1 gewonnen. Zur Pause stand es nach Treffern von Roman Steinberger und Harald Winter noch 1:1, danach zog Schildorn davon. Trainer Sebastian Alexander Strasser sprach von einer schwachen Anfangsphase, sah aber nach dem Seitenwechsel "ein ganz anderes Gesicht" und vor allem ab der 60. Minute den klaren Unterschied.

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Zell trifft früh, Schildorn antwortet vor der Pause

Dass es am Ende so deutlich wurde, war in den ersten Minuten noch nicht abzusehen. Bereits in der 3. Minute ging Zell/Pettenfirst durch Roman Steinberger in Führung, nachdem Schildorn laut Strasser einen zu einfachen Fehler im Spielaufbau machte. Der Trainer nahm seine Mannschaft dabei ausdrücklich in die Pflicht: "Zu Beginn hatten wir Probleme mit der Körperspannung und mit der Passgenauigkeit. Da sind uns zu viele unerzwungene Fehler passiert." Genau dadurch habe man dem Gegner immer wieder Angebote gemacht. Zell/Pettenfirst verfolgte nach Strassers Einschätzung einen klaren Plan, attackierte teilweise früh, suchte aber auch schnelle Konter und blieb bei Standards gefährlich. Schildorn war zwar leicht überlegen und kam laut seinem Trainer auch zu zwei, drei hochkarätigen Möglichkeiten, mehr als das 1:1 durch Harald Winter in der 39. Minute sprang vorerst aber nicht heraus.


Nach der Pause kommt das gewohnte Tempo

Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann aber eine ganz andere Richtung. Strasser hatte genau das gesehen, was er sich von Beginn an gewünscht hätte: mehr Tempo, mehr Sauberkeit am Ball und insgesamt mehr Spannung im Spiel. "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere gewohnte Spannung und unsere Passqualität aufs Spielfeld gebracht", sagte der Schildorn-Coach. Diese Veränderung war rasch auch am Ergebnis ablesbar, denn Norbert Major brachte die Gastgeber in der 54. Minute erstmals in Führung. Für Strasser lag der Hauptunterschied bald nicht mehr nur in den Spielanteilen, sondern auch im körperlichen Bereich. "Ab der 60. Minute waren wir klar überlegen", erklärte er. Dazu kamen laut dem Trainer starke Impulse von der Ersatzbank, die dem Spiel der Gastgeber noch einmal zusätzlichen Schwung gaben.

Major macht mit dem 3:1 alles klar

Weil Zell/Pettenfirst bei Standards jederzeit gefährlich bleiben konnte, maß Strasser dem dritten Treffer besondere Bedeutung bei. "Wenn du nur mit einem Tor Vorsprung spielst, können sie ihre Gefahr über Standardsituationen ausnutzen. Deswegen war das 3:1 die entscheidende Szene", sagte er. Dieses Tor in der 76. Minute beschrieb der Trainer sehr genau: Aus einer Aufbausituation heraus wurde ein Ball in den Halbraum auf den Stürmer gechippt, der ihn behauptete, ablegte und dann Major in die Tiefe schickte. Der Angreifer ließ seinen Gegenspieler mit einem Haken stehen und schloss mit links in die kurze Kreuzecke ab. Spätestens danach war die Partie entschieden. Harald Winter erhöhte in der 81. Minute auf 4:1, Martin Holoda setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt.

Klarer Sieg, aber keine falsche Sicherheit

Trotz des klaren Ergebnisses wollte Strasser die Schwachpunkte nicht übergehen. Vor allem der Beginn war ihm ein Hinweis darauf, woran weiter gearbeitet werden muss. "Das größte Potenzial liegt darin, dass wir von Beginn weg mit dieser Körperspannung auftreten", sagte er und sprach außerdem von Abstimmungsschwierigkeiten im Defensivverhalten während der ersten Hälfte. Auch mögliche Diskussionen um eine Elfmeterszene für Schildorn und um ein reklamiertes Handspiel vor dem 3:1 ordnete der Trainer vorsichtig ein. Er selbst sei zu weit weg gestanden und wolle sich deshalb auf keine endgültige Bewertung festlegen. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion seiner Mannschaft: "Wir haben gesehen, dass wir Probleme bekommen, wenn wir nicht die nötige Spannung aufbringen. Aber die Reaktion hat mir sehr gut gefallen, weil wir dann einen Gang höher geschaltet und das Spiel verdient gedreht haben." Mit dem 5:1 bleibt Schildorn nach fünf Runden bei 15 Punkten und damit an der Spitze.

2. Klasse West: Schildorn : Zell am Pett. - 5:1 (1:1)

  • 89
    Martin Holoda 5:1
  • 81
    Harald Winter 4:1
  • 76
    Norbert Major 3:1
  • 54
    Norbert Major 2:1
  • 39
    Harald Winter 1:1
  • 3
    Roman Steinberger 0:1