In der 2. Klasse West hat der UFC Mettmach am Sonntagnachmittag gegen den SV Schildorn klar mit 1:6 verloren. Die Gäste stellten die Partie mit einer starken ersten Halbzeit früh auf ihre Seite und lagen schon zur Pause 4:0 voran. Trainer Sebastian Strasser sprach danach von einer sehr druckvollen Vorstellung, hoher Effizienz und nur einem Punkt, der ihn trotz des deutlichen Erfolgs wirklich störte: dem billigen Gegentor.

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Dass Schildorn die Partie früh in die richtige Richtung zog, begann praktisch mit dem Anpfiff. Schon in der 2. Minute brachte Norbert Major die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start war für Strasser ein ganz wichtiger Teil des Nachmittags. „Es war gut, dass wir gleich mit dem ersten Angriff das 1:0 gemacht haben und so mit Selbstvertrauen weiterspielen konnten“, sagte der Trainer. Danach blieb seine Mannschaft am Drücker und setzte Mettmach immer wieder unter Druck. Strasser gefiel vor allem, wie klar und sauber seine Elf auftrat. „Wir waren sehr druckvoll, sehr genau im Passspiel und zielstrebig nach vorne“, erklärte er. Dazu kam eine Effizienz, die den Gästen früh in die Karten spielte und Mettmach kaum Zeit ließ, selbst Ruhe ins Spiel zu bringen.
Bis zur Pause setzte Schildorn diese Überlegenheit auch in weitere Tore um. Norbert Major erhöhte in der 26. Minute auf 2:0, Niklas Gruber legte in der 35. Minute das 3:0 nach, ehe Major kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal traf und den 4:0-Pausenstand fixierte. Für Strasser war dieses Zwischenergebnis keine Übertreibung, sondern der passende Ausdruck einer sehr starken ersten Hälfte. „Der Pausenstand von 4:0 war gerechtfertigt“, sagte er deutlich. Besonders das zweite Tor blieb ihm in guter Erinnerung. „Das 2:0 war wahrscheinlich der schönste gespielte Angriff“, meinte Strasser und schilderte eine sauber ausgespielte Aktion über die Seite mit einer flachen Hereingabe in den Strafraum. Überhaupt sah der Trainer in diesen 45 Minuten kaum etwas, das ihm nicht gefiel: „In der ersten Halbzeit gibt es eigentlich wenig, was ich bei meiner Mannschaft aussetzen kann.“
Nach dem Wechsel verlor die Partie aus Sicht der Gäste etwas an Schärfe. Mettmach verkürzte durch Jakob Daxecker in der 48. Minute auf 1:4, und genau dieser Treffer war der Teil des Nachmittags, der Strasser trotz des klaren Sieges störte. „Nach der Halbzeit ist die Spannung ein bisschen runtergegangen“, sagte er. Noch klarer wurde er beim Gegentor selbst: „Das Gegentor war billig und ärgert mich sehr.“ Gleichzeitig machte der Coach aber auch deutlich, dass das Spiel trotzdem nie mehr wirklich kippte. Aus seiner Sicht fand Mettmach offensiv kaum Lösungen. „Sie hatten über neunzig Minuten nur eine Torchance, das war das Tor“, sagte Strasser. Schildorn stellte den Abstand durch Marcel Rescheneder in der 64. Minute wieder deutlicher her, ehe Momir Tuvaljevic in der 79. Minute den 6:1-Endstand besorgte.
So stand am Ende ein Sieg, den Strasser insgesamt als „hochverdient“ einordnete und der perfekt zur bisherigen Saison der Schildorner passt. Sechs Spiele, sechs Siege, dazu die Tabellenführung – die Richtung stimmt. Trotzdem beließ es der Trainer nicht beim reinen Schulterklopfen. „Verbessern kann man sich immer“, sagte er und kam noch einmal auf die fehlende Körperspannung nach der Pause zurück. Genau dort sieht er den nächsten Ansatz, weil der SV Schildorn das hohe Niveau der ersten Halbzeit noch länger halten will. Dass auch die Leistung von Schiedsrichter Kugler für ihn „sehr in Ordnung“ war, passte zu einem Nachmittag, an dem für die Gäste über weite Strecken fast alles nach Plan lief.