In der 2. Klasse West hat der SV Schildorn am Sonntagnachmittag seine Tabellenführung mit einem 7:0-Kantersieg gegen den SV Mining/Mühlheim untermauert. Nach dem 3:0 zur Pause ließ der Spitzenreiter auch nach dem Seitenwechsel nichts anbrennen. Trainer Sebastian Strasser sprach von einer „klaren Angelegenheit“ und betonte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die Dominanz mit Ball und eine Defensive, die kaum etwas zuließ.

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Schon in der ersten halben Stunde war zu sehen, in welche Richtung dieser Nachmittag laufen würde. Schildorn ging in der 13. Minute durch Niklas Gruber in Führung und legte nur fünf Minuten später nach, als Harald Winter das 2:0 erzielte. Noch vor der Pause erhöhte Winter in der 29. Minute auf 3:0, womit die Partie schon früh klar auf die Seite der Gastgeber gekippt war. Auch nach dem Wechsel blieb das Bild unverändert. Winter machte in der 51. Minute seinen Dreierpack perfekt, ehe Martin Holoda in Minute 73 und Norbert Major mit seinen Treffern in der 87. und 90. Minute den 7:0-Endstand herstellten. Für Strasser war genau dieser durchgehende Verlauf bezeichnend: „Es war vom Beginn bis zum Ende eine klare Angelegenheit. Wir hatten extrem hohe Spielanteile, waren dominant und haben den Gegner kaum ins Spiel kommen lassen.“
Kein einzelner Treffer, kein Wendepunkt und auch keine spezielle Szene standen für den Trainer im Mittelpunkt. Strasser wollte den Sieg ausdrücklich nicht an einem Moment festmachen, sondern an der Art, wie seine Mannschaft diese Partie insgesamt angenommen und durchgezogen hat. „Das Wichtigste war die geschlossene mannschaftliche Leistung“, sagte der Schildorn-Coach und hob dabei auch die Spieler hervor, die von der Bank kamen. „Wir haben heute vom Ersten bis zum 17. Spieler alles durchgezogen, umgesetzt und auf den Platz gebracht.“ Gerade das passte für ihn zum Charakter dieses 7:0. Schildorn war mit Ball gefordert, fand aber laut Strasser genau die Lösungen, die man sehen wollte. „Wir haben sämtliche Varianten und Abläufe sehr, sehr gut im Spielaufbau und in dem, wie wir zu Torchancen kommen wollen, auf den Platz gebracht“, erklärte er.
Aus Sicht des Tabellenführers war die Partie aber nicht nur offensiv klar, sondern auch ein Beispiel dafür, wie komplett der Auftritt in beiden Richtungen war. Strasser gefiel, dass seine Elf nach Ballverlusten sofort wieder Zugriff hatte und dem Gegner damit kaum Luft ließ. „Wir waren gut im Gegenpressing und haben dann auch sauber zu Ende verteidigt“, sagte er. Dazu kam die Präsenz im Strafraum, die der Trainer ebenfalls hervorhob: „Dadurch sind auch zwei Elfmetersituationen entstanden.“ Gleichzeitig ließ der SV Schildorn hinten fast nichts zu. „Der Gegner hatte aus dem Spiel heraus eigentlich kaum eine Chance. Das waren zwei Distanzschüsse, bei einem war Tormann Alexander Münch zur Stelle und einmal hat die Querlatte gerettet“, so Strasser. Auch den Auftritt des SV Mining/Mühlheim ordnete er klar ein: Die Gäste hätten mit einer Fünferkette „etwas probiert“, „am Ende ist das aber nicht aufgegangen“. Auch rund um die Spielleitung gab es für ihn keine Diskussionen. „Schiedsrichter Aygün hat eine sehr starke Leistung abgeliefert. Da gibt es überhaupt keine Diskussion.“ Mit dem 7:0 festigt Schildorn nach zehn Runden seine starke Ausgangslage an der Tabellenspitze und hat vor allem unterstrichen, wie schwer die Mannschaft zu bremsen ist, wenn sie ihren Plan so konsequent umsetzt.