Frühe Weichenstellung beim 3:1-Heimsieg von DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn gegen Union Oberneukirchen in der Bezirksliga Nord: Die Gastgeber lagen nach einer halben Stunde bereits 3:0 voran, ehe die Gäste kurz vor der Pause verkürzten. Trainer Michael Kragl sprach anschließend von einem verdienten Sieg, weil seine Mannschaft in den ersten 30 Minuten "klar besser" war und den Rest der Partie mit Disziplin und viel Arbeit gegen den Ball nach Hause brachte. Das Resultat passte für ihn auch zum Gefühl, "seit einigen Runden wieder richtig gut Fußball" zu spielen.

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash
Naarn erwischte den Traumstart, den sich jeder Trainer wünscht. Bereits nach acht Minuten lag der Ball im Tor der Gäste – ein Eigentor von Lucas Hochreiter brachte das 1:0. Das frühe Geschenk gab Rückenwind, und die Heimischen blieben am Drücker. In Minute 25 erhöhte Thomas Stadlbauer auf 2:0, elf Minuten später legte der Angreifer mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 (36.) nach. "Wir sind in der ersten Halbzeit richtig gut gestartet. Vor allem in den ersten dreißig Minuten waren wir klar die spielbestimmende Mannschaft", erklärte Michael Kragl. Das spiegelte sich nicht nur im Ergebnis, sondern auch im Plan wider: "Wir haben über die Flügel gespielt, mit Spielverlagerungen über unsere rechte Seite gut durchkombiniert. Über Flanken sind wir immer wieder gefährlich geworden." Kurz vor der Pause meldete sich Oberneukirchen durch Julian Grasböck zurück, der in Minute 44 zum 3:1 traf – mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn verschoben sich die Kräfteverhältnisse spürbar. "In der zweiten Halbzeit hat Oberneukirchen noch einmal ein bisschen Oberhand bekommen", so Kragl. Der Trainer beschrieb sehr klar, woran das lag: "Sie hatten im Zentrum hohe Ballgewinne und haben schnell umgeschaltet. Da haben sie uns hin und wieder Probleme bereitet." Ein, zwei gute Möglichkeiten der Gäste hätten die Partie tatsächlich noch einmal eng machen können. Doch Naarn blieb stabil, rückte geschlossen nach und verteidigte konsequent. "Wir haben das mannschaftlich richtig gut wegverteidigt", betonte Kragl. Gleichzeitig bot sich seiner Elf die Chance, endgültig den Deckel draufzusetzen: "Wir hätten eine gute Möglichkeit aufs 4:1 gehabt, dann wäre die Partie gegessen gewesen." So blieb es beim Arbeiten und dem Annehmen der Zweikämpfe – in einer Partie, die laut Kragl "grundsätzlich sehr fair geführt" war und in der strittige Themen kaum eine Rolle spielten.
In der Analyse legte Kragl den Finger genau auf das, was funktionierte: "Grundsätzlich hat wieder das Flügelspiel funktioniert und auch das Spiel im vorderen Drittel. Wir haben einige Torchancen kreiert, vor allem in der ersten Halbzeit." Die Art und Weise der Treffer passte dazu – über außen, mit schnellen Verlagerungen und Tempoangriffen. Für die kommenden Wochen sieht der Coach vor allem einen Punkt zum Nachschärfen: "Wir müssen in der zweiten Halbzeit die Chancen besser fertigspielen und den entscheidenden Treffer machen." Als entscheidenden Unterschied an diesem Nachmittag hob er nochmals die Anfangsphase hervor: "Wir sind brutal gut gestartet, das war ausschlaggebend für den Heimsieg." In der Tabelle steht Naarn nach 19 Runden mit 40 Punkten an der Spitze, Oberneukirchen hält bei 27 Zählern.