In der Bezirksliga Nord gewann Union Lembach bei Steinprofis Oepping-Peilstein mit 3:1 – ein Auswärtssieg, der auf Disziplin, Effektivität und hoher Laufbereitschaft fußte. Lembach führte früh durch Adnan Nocic, legte noch vor der Pause nach, überstand den schnellen Anschlusstreffer und stellte durch Idris Sakic vom Punkt auf 1:3. Trainer Amarildo Zela sprach von einer verdienten Teamleistung und betonte, wie wichtig dieser Dreier angesichts der engen Tabellensituation und des Drucks von unten war.
Lembach erwischte den besseren Start und wirkte vom Anpfiff weg geordnet und zielstrebig. „Wir haben von der ersten Minute diszipliniert gespielt und genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte Coach Amarildo Zela. Der Plan ging rasch auf: In Minute 11 traf Adnan Nocic zum 0:1 – eine Aktion, die laut Zela „über drei Stationen sauber von hinten heraus“ lief, mit einem tiefen Ball von Daniel Zauner als Auslöser. Bis zur Pause legten die Gäste nach und stellten auf 0:2, aus Zelas Sicht ein „ganz wichtiger Moment“. In den offiziellen Notizen ist dabei ein Eigentor von Thomas Magauer vermerkt; unabhängig von der Wertung stand Lembach zur Pause komfortabel vorne und hatte das Spiel weitgehend im Griff.
Die Hausherren kamen jedoch mit Schwung aus der Kabine. Nach einer Standardsituation schlug Oepping-Peilstein durch Lukas Schaubmayr in der 53. Minute zum 1:2 zu – genau jenes Szenario, das Zela angekündigt hatte: „Kurz nach der Halbzeit haben wir durch eine Standardsituation ein Tor bekommen.“ Lembach blieb ruhig und fand sofort die passende Antwort. Nur drei Minuten später stellte Idris Sakic per Elfmeter auf 1:3 (56.). „Wir waren gleich wieder drin und haben den Elfer zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, so Zela. Danach boten sich den Gästen noch zwei dicke Chancen, die endgültige Entscheidung vorzeitig herbeizuführen. „Wir hätten die Partie früher entscheiden können, zwei Hundertprozentige haben wir liegen lassen. Aber unterm Strich war der Sieg klar verdient“, erklärte der Trainer, der ob der Leistung keinen Zweifel aufkommen ließ: „Der Gegner kann froh sein, dass es nicht vier oder fünf wurden.“
Besonders stolz war Zela auf die Art, wie seine Mannschaft gegen einen im Frühjahr starken Gegner auftrat. „Unsere Viererkette, der Tormann und die Sechserposition haben eine fantastische Leistung gebracht. Vom Spiel heraus hatte der Gegner praktisch keine Chance, nur bei Standards wurden sie halbgefährlich“, bilanzierte er. Dass Lembach den Matchplan nicht verlor, ist umso bemerkenswerter, weil der Trainer schon vor der Pause zweimal reagieren musste: „Zauner hat am Sprunggelenk Probleme bekommen, später musste auch Nocic mit einer Zerrung runter. Trotzdem sind wir unserem Konzept treu geblieben.“ Auch von der Bank kam Wucht. „Alle haben gerackert, und die Burschen, die reingekommen sind, haben voll abgeliefert. In Oepping zu gewinnen – auf diesem Platz gewinnt nicht jede Mannschaft. Hut ab vor meiner Truppe“, sagte Zela, der die Form des Gegners einordnete: „Oepping ist im Frühjahr sehr stark, vier Siege und ein Remis.“
Mit dem Auswärtssieg sammelte Lembach nicht nur wichtige Zähler, sondern auch Selbstvertrauen für die kommenden Wochen. Zela formulierte den Auftrag klar: „Wir müssen jetzt Kontinuität reinbringen. In den nächsten sieben Runden wollen wir genau diese Leistung abrufen wie heute.“ Der Trainer sprach von „Leidenschaft, Wille und Kampfgeist“, die man nun Woche für Woche auf den Platz bringen müsse. Ein Wort hatte er auch für den Rahmen übrig: „Die Schiedsrichter haben heute eine Top-Partie gemacht. Bei einem Derby ist das nicht einfach, aber es war ein faires Spiel.“ Und zum Gegner sagte er knapp und treffend: „Kämpferisch stark, aggressiv – aber wir waren defensiv richtig gut.“ So stand am Ende ein verdienter 3:1-Erfolg, getragen von Disziplin, Effizienz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.