In der Bezirksliga Nord trennten sich am Samstag Union M-TEC Arnreit und Sportunion Schweinbach mit 0:0 – für die Gäste fühlte sich das wie eine verpasste Chance an. Trainer Wolfgang Klapf sprach von klarer Überlegenheit, mehreren dicken Möglichkeiten und einem starken Heim-Keeper. Für Gesprächsstoff sorgte zudem ein nicht gegebener Handelfmeter. „Unterm Strich ist das Unentschieden für uns nicht zufriedenstellend“, stellte Klapf fest, auch wenn seine Mannschaft defensiv vieles richtig machte und den Gegner gut vom eigenen Tor fernhielt.

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Die Gäste legten den Vorwärtsgang ein und bekamen das Spiel früh in den Griff. Aus Sicht von Wolfgang Klapf war seine Elf über die gesamten 90 Minuten das aktivere Team. „Wir waren neunzig Minuten drückend überlegen, hatten einige sehr gute Torchancen und haben keine Torchance zugelassen“, betonte der Schweinbach-Coach. Im Laufe der Partie zwangen die Gäste Arnreits Schlussmann mehrfach zu starken Paraden – einmal lenkte er einen Abschluss an die Latte, eine weitere Topchance fischte er ebenfalls heraus. „Der beste Mann des Gegners war eindeutig der Tormann“, sagte Klapf anerkennend. Zur Pause stand es noch 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel blieb Schweinbach am Drücker. Was fehlte, war der Punch im letzten Drittel: Viele gute Ansätze, viel Arbeit gegen den Ball – aber eben kein Treffer, der die klare Vorstellung auch auf die Anzeigetafel gebracht hätte.
Für die Emotionen des Spiels sorgte eine Szene im Arnreit-Strafraum, über die nach dem Abpfiff noch lange gesprochen wurde. „Es war ein Elfmeteralarm, weil ein Arnreit-Spieler den Ball mit der Hand in den Corner abgelenkt hat. Für uns war das ein klarer Elfmeter“, schilderte Klapf. Der Coach suchte danach das Gespräch mit dem Schiedsrichter: „Er hat das Handspiel gesehen, aber für ihn war es kein Elfer, weil es für uns kein Vor- oder Nachteil gewesen sei – das konnten wir nicht nachvollziehen.“ Trotz dieser Kritik hielt Klapf fest: „Der Schiedsrichter hat insgesamt eine sehr gute Leistung geboten. In dieser Szene haben wir uns aber benachteiligt gefühlt.“ Die Mannschaft blieb dennoch stabil und konzentriert, suchte weiter den Sieg – das entscheidende Tor sollte an diesem Tag jedoch nicht fallen.
Taktisch hatte Schweinbach die Hausaufgaben gemacht. „Wir wussten genau, wie Arnreit spielt. Sie operieren viel mit langen Bällen, darauf haben wir uns sehr gut eingestellt“, erklärte Klapf. Seine Defensive stand sicher und ließ über weite Strecken wenig zu. Die Selbstkritik fiel trotzdem klar aus: „Das Einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfe: Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Es hat die letzte Gier gefehlt, ein Tor zu erzielen.“ In der Tabelle hilft das 0:0 Schweinbach nur bedingt weiter; mit 17 Punkten bleibt man im hinteren Feld, während Arnreit mit 28 Zählern oben dran ist. Den Optimismus will Klapf aber nicht verlieren: „Wir haben wieder gesehen, dass wir gegen jede Mannschaft eine Chance haben. Und wir freuen uns sehr auf das Spiel am Donnerstag gegen den Tabellenführer Naarn.“ Für die nächsten Tage ist damit die Marschroute klar: Kompakt bleiben – und vorne endlich zulangen.