Spielberichte

Samir Hasanovic (Trainer USV St. Oswald/Freistadt): „Wir haben verdient gewonnen“

USV St. Oswald/Fr.
SK ADmira Linz

In der Bezirksliga Nord setzte der USV St. Oswald/Freistadt am 19. Spieltag ein Ausrufezeichen und schlug den SK ADmira Linz mit 3:1. Zur Pause stand es 1:1, nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren mit zwei schnellen Treffern alles klar. Trainer Samir Hasanovic ordnete den Abend schlicht ein: „Wir haben in der zweiten Halbzeit Druck gemacht und wurden belohnt – am Ende war der Sieg verdient.“ Mit dem Dreier hält St. Oswald Platz zwei und vergrößert den Vorsprung auf Admira auf sieben Zähler.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Früher Rückstand, schnelle Antwort – nach der Pause eiskalt

Vom Start weg war es das erwartete Duell auf Augenhöhe. „Es war ein spannendes Spiel auf beiden Seiten, die erste Halbzeit war fast ausgeglichen. Wir hatten ein bisschen mehr vom Spiel“, blickte Samir Hasanovic zurück. Nach einem langen Ball und einem Kopfball gingen die Linzer in Minute 17 durch Joas Musongi 0:1 in Führung – so schilderte es der Coach. Die Antwort der Heimischen kam prompt: Nur drei Minuten später stellte Filip Rezac auf 1:1 (20.). „Über die linke Seite, Krempl mit dem Stanglpass auf Rezac – so haben wir das 1:1 gemacht“, erklärte Hasanovic. Nach der Pause legte St. Oswald zu und drehte das Match mit zwei Nadelstichen: Zuerst traf Lukas Peirlberger unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:1 (47.), wenig später nickte Marcel Katzmair nach einem Eckball zum 3:1 ein (53.). „Danach hatten wir zwei, drei Riesenmöglichkeiten, dass wir 4:1 oder 5:1 gewinnen“, ärgerte sich der Trainer nur kurz über die liegengelassenen Chancen – der Auftrag war da längst erfüllt.

„Mehr Druck gemacht“ – der Trainer über Willen, Schlüsselphasen und Effizienz

In seinen Ausführungen blieb Hasanovic nah an den einfachen, aber treffenden Erklärungen. „Wir wollten, und wir hatten mehr vom Spiel“, sagte er über das Grundgefühl seiner Mannschaft. Der Knackpunkt lag für ihn nach dem Seitenwechsel: „Zweite Halbzeit haben wir mehr Druck gemacht und wurden mit zwei Toren belohnt.“ Dass das 2:1 nicht aus dem Nichts kam, unterstrich der Coach mit einem Augenzwinkern: „Ein bissl Hilfe war dabei – aber Tor ist Tor.“ Besonders gefiel ihm, wie das Team auf den Rückschlag in Halbzeit eins reagierte: „Großes Lob an die Mannschaft, dass wir nach dem 0:1 gleich zurückgekommen sind und in der zweiten Halbzeit das Spiel für uns entschieden haben.“ Seine Zusammenfassung fiel klar aus: „Wir hatten die besseren Chancen – dann haben wir verdient gewonnen.“ Diese Sätze passen zum Spielverlauf: lange kontrolliert, in den entscheidenden Momenten zugeschlagen, danach nichts mehr anbrennen lassen.

Respekt für die junge Admira, Lob für den Schiedsrichter 

Trotz des klaren Ergebnisses fand Hasanovic anerkennende Worte für den Gegner. „Das ist eine sehr junge, sehr wendige, kompakte Mannschaft. Nicht so leicht zu bespielen“, sagte er über die Admira, die laut Tabelle als Vierter völlig zurecht oben mitmischt. Umso höher hängt der Coach den Heimsieg: „Wir haben zu Hause gespielt und das Spiel für uns entschieden. Das war ganz wichtig – jetzt haben wir auf Admira schon sieben Punkte Abstand.“ Ein Sonderlob bekam der Schiedsrichter: „Der Schiedsrichter hatte alles im Griff. Es gab überhaupt keine einzige strittige Szene – wirklich eine gute Leistung.“ Für St. Oswald bedeutet der 3:1-Erfolg nach 1:1 zur Halbzeit einen stabilen zweiten Platz bei 37 Punkten, getragen von Wucht nach der Pause und einem Mix aus Wille, Konsequenz und der richtigen Antwort in den heißen Phasen.

Bezirksliga Nord: St. Oswald/Fr. : SK ADmira - 3:1 (1:1)

  • 53
    Marcel Katzmair 3:1
  • 47
    Lukas Peirlberger 2:1
  • 20
    Filip Rezac 1:1
  • 17
    Joas Musongi 0:1